Payback-Studie

Shopping-Apps ohne Mehrwert werden schnell wieder gelöscht

Veröffentlicht: 10.06.2024 | Geschrieben von: Ricarda Eichler | Letzte Aktualisierung: 10.06.2024
Menschen mit Smartphones in den Händen

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Ipsos-Instituts, durchgeführt im Auftrag des Bonusprogramms Payback, hat aufschlussreiche Einblicke in das App-Nutzungsverhalten deutscher Verbraucher:innen geliefert. Insgesamt sollen sich auf den Smartphones der Deutschen durchschnittlich 38 Apps befinden. Davon seien rund sechs Apps von stationären Geschäften, sowie fünf von Online-Shops. Ein guter Schnitt – doch wie die Studie weiter zeigt, herrscht eine hohe Fluktuation. Apps, die keinen direkten Mehrwert bieten, werden oft schnell wieder entfernt. 

Hohe Fluktuation bei Handels-Apps

Die schnelle Installation und ebenso schnelle Deinstallation von Apps ist ein Phänomen, das sich auch im Handelsbereich bemerkbar macht. Laut der Ipsos-Studie löschen 72 Prozent der Verbraucher Apps, die keinen spürbaren Mehrwert bieten, einfach wieder von ihrem Gerät. 

Diese hohe Fluktuation stellt für viele Händler:innen eine Herausforderung dar, denn sie müssen ständig nach Wegen suchen, um Nutzer:innen auch langfristig an ihre App zu binden. Die Studie, welche von Payback in Auftrag gegeben wurde, schaut sich im Detail dabei vor allem Bonus-Apps, wie eben Payback, aber auch Deutschlandcard, die Rewe App und weitere an. Wenig überraschend liegt Payback selbst dabei als wertigste und bekannteste Handels-App in Deutschland deutlich vorn.

Doch aus den Detailfragen zu den Gründen für eine App-Nutzung können letztlich auch Online-Shops wichtige Informationen ziehen, welche sich teilweise auch auf Handels-Apps anwenden lassen.

 

Diese Faktoren machen Apps zu Gewinnern

Wie die Umfrageergebnisse aufzeigen, sind die Gründe für den Erfolg einer App vor allem klar kommunizierte Vorteile (79 Prozent), eine Vielzahl an Funktionen (65 Prozent) sowie eine einfache Bedienbarkeit (88 Prozent). Für weitere 67 Prozent der Befragten spielt zudem ein breit gefächertes Partnernetzwerk eine wichtige Rolle.

Im Falle von Payback kommt weiterhin die Funktion, die App mit weiteren Handels-Apps zu verknüpfen, gut an (73 Prozent). Für Händler:innen lässt sich daraus vor allem mitnehmen, dass sie ihre Apps nicht nur als Kopie des bestehenden Online-Shops sehen sollten. Viel mehr muss die App selbst einen klaren Mehrwert bieten. Denkbar sind hier beispielsweise Rabatte, welche nur über diese einzulösen sind, oder aber Push-Benachrichtigungen zu neuen Artikeln. 

Weiterhin müssen die Apps ein hohes Maß an Benutzerfreundlichkeit und kurzen Ladezeiten aufweisen. Hierfür kann es helfen, die App auf einem möglichst breiten Spektrum an unterschiedlichen Smartphones zu testen und Feedback von Nutzer:innen aktiv in die Gestaltung einfließen zu lassen. 

Die repräsentative Online-Studie zum Nutzungsverhalten bei Handels-Apps wurde vom Ipsos-Institut im Auftrag von Paypack durchgeführt. In zwei Phasen, im Oktober 2023 sowie im Januar 2024, wurden hierfür 1.500 Personen befragt. Die Ergebnisse zeigen auf, worauf die Befragten bei Handels-Apps Wert legen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Über die Autorin

Ricarda Eichler
Ricarda Eichler Expertin für: Nachhaltigkeit

Ricarda ist im Juli 2021 als Redakteurin zum OHN-Team gestoßen. Zuvor war sie im Bereich Marketing und Promotion für den Einzelhandel tätig. Das Schreiben hat sie schon immer fasziniert und so fand sie über Film- und Serienrezensionen schließlich den Einstieg in die Redaktionswelt.

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