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Der frühe Vogel

Google Pay erweitert Zahlen mit PayPal für Online-Händler

Veröffentlicht: 25.06.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 25.06.2019

Die Zahlungsdienste Google Pay und PayPal erweitern ihre Zusammenarbeit und bieten Online-Händlern die einfache Integration einer weiteren Bezahloption, wie Internet World berichtet. Schon jetzt können Google-Pay-Nutzer auch mit PayPal zahlen, wenn sie wollen – allerding nur für Google-eigene Dienste wie Gmail, YouTube Music oder Google Play. Nun können Online-Händler, die Google Pay anbieten, auch PayPal ganz einfach als Zahloption aufnehmen. Die Händler müssen nur jeweils den Code in der Liste der zulässigen Zahlungsmethoden ändern, dann wird PayPal auch via Webseite oder auf der App des Händlers angeboten. 

Google weist in seinem Entwickler-Blog auf die jeweiligen Vorteile hin: Nutzer müssen sich nicht extra bei PayPal registrieren, wenn sie schon bei Google Pay sind. Sie erhalten aber trotzdem z.B. den PayPal-Käuferschutz und Erleichterungen beim Rückversand. Händler könnten davon profitieren, weil so der Bezahlvorgang einfacher wird – und die Conversion Rate wohl größer. Außerdem erhalten E-Commere-Anbieter, die auch PayPal-Händler sind, die abgerechneten Beträge sofort auf ihre Konten. Die neue Zahlungserweiterung soll in allen 24 Märkten starten, in denen Kunden ein PayPal-Konto mit Google Pay verbinden können.

Facebook und Google sollen Wert von Nutzerdaten offenlegen

Es ist wohl eines der bestgehüteten Geheimnisse der Online-Welt: Wie viel genau sind die umfassenden Daten, die Konzerne wie Google, Amazon, Facebook und Co. über ihre Nutzer erheben, eigentlich wert? Die beiden US-Senatoren Mark Warner und Josh Hawley wollen dieses Geheimnis jetzt lüften und am kommenden Montag einen entsprechenden Gesetzesvorschlag einbringen, wie Business Insider mit Verweis auf axios berichtet. Das Gesetz soll für Plattformen mit mehr als 100 Millionen monatlichen Nutzern gelten.

Demnach müssten die Tech-Konzerne alle drei Monate einen Bericht abgeben, welche Daten sie genau erheben und was diese Nutzerdaten im Einzelnen wert sind. Senator Warner selbst nennt dabei einen Wert von rund 5 US-Dollar pro Monat und Benutzer – Experten gehen zum Teil aber auch von einer weit höheren Summe aus. Für viele Unternehmen sind Angaben wie Beziehungsstatus und Wohnort schließlich die Basis für Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe. „Diese Unternehmen sammeln enorme Datenmengen über uns“, erklärte Senator Warner. „Wenn Sie ein begeisterter Facebook-Nutzer sind, besteht die Möglichkeit, dass Facebook mehr über sie weiß als die US-Regierung. Die Leute erkennen nicht, wie viele Daten gesammelt werden und sie erkennen nicht, wie viel diese Daten wert sind.“

Immer mehr Schäden durch Betrug im Online-Banking

Im ersten Halbjahr 2019 betrug der Gesamtschaden durch Betrugsfälle im Onlinebanking rund fünf Millionen Euro, sagt eine Studie der R+V Versicherung. Im Schnitt verloren die Banken bzw. ihre Kunden 15.000 Euro. Der höchste Einzelschaden lag bei rund 350.000 Euro. Die Zahl der Online-Banking-Betrugsfälle habe im Vergleich zu den Vorjahren rasant zugenommen.

Die Kriminellen nutzen dabei besonders das mobile Tan-Verfahren, um sich Zugangsdaten für Konten zu beschaffen und dann über Direktbankkonten die gestohlenen Gelder ins Ausland umzuleiten, wo sie selten zurückgerufen werden können. Online-Banking-Nutzer müssten noch mehr sensibilisiert werden, um ihre Zugangsdaten zu schützen, meint Theo Schneider von der R+V Versicherung. „Daher sollten Bankkunden sehr aufmerksam bleiben und die Warnhinweise ihrer Banken befolgen.“

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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