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Verschärfung der Online-Zahlungen: Proteste aus dem E-Commerce

Veröffentlicht: 28.09.2017 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 29.09.2017

Das Bezahlen im Internet soll durch zusätzliche Regelungen sicherer werden. Gegen einen entsprechenden Entwurf der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) läuft die Digitalwirtschaft jetzt allerdings Sturm.

Online-Zahlung Laptop
© A. and I. Kruk / shutterstock.com

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) setzt sich aktuell dafür ein, dass Bezahlen im Internet mit zusätzlichen Sicherheitsaspekten zu verstärken. Die Behörde hat jetzt einen Entwurf veröffentlicht, in dem ein solches Vorhaben beschrieben wird. So will man bei Transaktionen ab 30 Euro und drüber, dass sich der Käufer künftig noch zusätzlich ausweist. Das soll mit einem Passwort, einer Zahlungskarte oder dem eigenen Fingerabdruck geschehen. Firmen aus der E-Commerce-Branche laufen gegen dieses Vorhaben jetzt Sturm. Diese geplante „starke Kundenauthentifizierung“ sei ein Hindernis, besonders in Hinblick auf den Mobile-Commerce, schreibt Heise.

Zu große Hürden für die Kunden

Insgesamt 27 Verbände und Unternehmen, darunter auch der Händlerbund und der europäische Dachverband Ecommerce Europe, haben sich bereits in einem Brief an Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission, gewandt und ihre Bedenken hinsichtlich des Vorhabens geäußert. Besonders die Überregulierung und den Einbau einer zusätzlichen Hürde für die Kunden wurde darin thematisiert. „Reibungslose Online-Zahlungen sind besonders wichtig für einige Typen von Verbrauchern wie solchen, die zunehmend über Mobiltelefone shoppen, nicht sonderlich vertraut sind mit digitaler Technik oder Käufer mit Behinderungen“, heißt es in dem Brief, welcher vom Online-Magazin Euractiv veröffentlicht wurde. „In diesen Situationen kann jeder zusätzliche Klick, der erforderlich ist, um einen Kauf zu bestätigen, den Konsumenten vom Abschluss der Transaktion abhalten.“

Dass das Bezahlen im Internet sicher vonstattengeht, sei natürlich wichtig, allerdings müsse man den Nutzern eine Möglichkeit bieten, sicher und „ohne unnötige Hürden im Internet einzukaufen“ zu können. Zur Allianz gegen das von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde angestoßene Vorhaben gehören unter anderem Verbände wie Emota, Digital Europe, E-Commerce Europe und die Computer & Communications Industry Association (CCIA) mit Vertretern von Microsoft, Google und Amazon sowie Unternehmen wie Expedia.

 

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#1 Richard W. Pfeiffer 2017-09-29 09:21
Hier steckt meiner Meinung nach die Bankenlobby hinter. Schon lange verdienen die Banken am normalen Kunden kein Geld mehr. Hier ist der Onlinemarkt mit den Milliarden Umsätzen geradezu eine Einladung. Nur wie sollen die Banken hier noch Fuß fassen. Bestes Beispiel ist Pay Direkt.
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