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Dating-App Ohlala: 100 Millionen Dollar mit ICO geplant

Veröffentlicht: 15.06.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 15.06.2018 | Gelesen: 1805 mal

Die Dating-Plattform Ohlala soll mit einem virtuellen Börsengang 100 Millionen Dollar einnehmen. Das Geld soll nicht nur in den Ausbau der Plattform wandern. Geplant ist der ICO im Herbst.

Paar auf Treppe
© Rawpixel.com / Shutterstock.com

Die Gründerin der Dating-App Ohlala, Pia Poppenreiter, plant den virtuellen Börsengang. Voraussichtlich im Herbst soll der ICO (Initial Coin Offering) 100 Millionen US-Dollar bringen. Die Token-Ausgabe soll zwei bis drei Monate dauern, so Gründerszene. Bei einem ICO werden die Tokens (Gutscheine) verkauft. Anleger können diese erwerben und erhalten damit Anteile am Unternehmen. Das frische Geld soll in die Skalierung der Plattform fließen. So soll etwa das Bezahlmodell optimiert werden.

Bislang werden die Verträge per Handschlag und Barzahlung abgewickelt, künftig soll dies via Blockchain funktionieren. „Wir haben eine voll funktionierende Token-Economy aufgebaut. Kunden erwerben Coins, sie heißen Olas, mit denen aktuell gewisse Funktionen auf Ohlala bezahlt werden können“, so Poppenreiter gegenüber Gründerszene. Die Vertragsabwicklung in der Blockchain soll auf Basis der Kryptowährung Stellar erfolgen.

Dating gesellschaftsfähig machen

Nach eigenen Angaben sind bei Ohlala aktuell 25.000 Frauen und 75.000 Männer angemeldet, bislang wurden 320.000 bezahlte Dates vermittelt. Diese Zahlen sollen natürlich weiter ausgebaut werden, Poppenreiter geht es aber nicht nur um eine erfolgreiche App. „Wir wollen das Dating gesellschaftsfähig machen.“ Der ICO soll auch dafür genutzt werden, eine Stiftung aufzubauen, die über die Sex-Industrie informieren und aufklären soll. Angedacht ist etwa ein YouTube-Kanal.

Darüber hinaus soll die Plattform internationalisiert werden. Das hat Poppenreiter mit Ohlala schon einmal versucht. Ein Jahr nach dem Start in Deutschland versuchte Poppenreiter in New York den US-Markt anzuzapfen und hatte dafür sogar schon 1,7 Millionen US-Dollar von Business Angels erhalten. Ein fehlendes funktionierendes Monetarisierungskonzept und das Verbot, in New York Sex gegen Geld anzubieten, machten der US-Expansion letztlich aber einen Strich durch die Rechnung. Im Juni 2017 kaufte Poppenreiter die Anteile aller Gesellschafter zurück und startete einen neuen Versuch in einem Coworking-Space in Berlin. Von dort aus soll Ohlala mit diskreter Bezahloption nun zum Erfolg werden.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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