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Vorwurf von Verdi

DSGVO-Verstoß: H&M soll unerlaubt Mitarbeiterdaten gespeichert haben

Veröffentlicht: 19.12.2019 | Autor: Sandra May | Letzte Aktualisierung: 19.12.2019
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In einem Call Center von H&M in Nürnberg soll es laut einem Bericht des Handelsblattes zu Verstößen gegen das Datenschutzrecht gekommen sein. Vorgesetzte sollen Mitarbeiter zu Gesprächen gebeten haben. Diese Gespräche sollen teilweise einen privaten Charakter gehabt haben. Dennoch seien ohne das Wissen der Mitarbeiter Notizen zu diesen privaten Gesprächen gespeichert worden sein. Das Ganze sei bekannt geworden, weil ein Vorgesetzter die aus einem Gespräch gewonnenen Erkenntnisse auf einem öffentlich zugänglichen Laufwerk gespeichert habe. 

Meldung an die Aufsichtsbehörde

Am Mittwochabend habe das Unternehmen bekannt gegeben, dass man die Vorwürfe ernst nehme, heißt es weiter. Neben dem Datenschutzbeauftragten sei nach dem Vorfall unverzüglich die zuständige Aufsichtsbehörde für Datenschutz in Hamburg benachrichtigt wurden. 

Außerdem tausche sich H&M mit den betroffenen Arbeitnehmern aus. Diese können Einsicht in die gespeicherten Daten bekommen. Die Gesprächsnotizen seien gesichert worden und lägen der zuständigen Behörde vor. Konkret heißt es von H&M: „Sie bleiben unangetastet bis zum Abschluss der Prüfung durch die Aufsichtsbehörde.“

Über den Autor

Sandra May Experte für IT- und Strafrecht

Sandra schreibt seit September 2018 als juristische Expertin für OnlinehändlerNews. Bereits im Studium spezialisierte sie sich auf den Bereich des Wettbewerbs- und Urheberrechts. Nach dem Abschluss ihres Referendariats wagte sie den eher unklassischen Sprung in den Journalismus. Juristische Sachverhalte anschaulich und für Laien verständlich zu erklären, ist genau ihr Ding.

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