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Der frühe Vogel

Zalando könnte bei About You einsteigen – unter bestimmten Umständen

Veröffentlicht: 20.09.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 20.09.2019
Zalando Website

Mit About You hat die Otto Group eines der stärksten StartUps der vergangenen Jahre aufgebaut. Der Mode-Anbieter hat nun offenbar auch das Interesse seines Konkurrenten Zalando geweckt: Wie das Manager Magazin berichtet, sollen die Berliner eine Beteiligung an About You erwägen. Tarek Müller, Chef von About You, soll derzeit die Aufnahme von frischem Kapital vorbereiten, um das weitere Wachstum voranzutreiben.

Die Idee einer Beteiligung von Zalando an About You ist nicht neu: Bereits in der letzten Finanzierungsrunde, die im Vorjahr abgeschlossen wurde, habe Müller mit Robert Gentz, Vorstandschef von Zalando, über eine Beteiligung gesprochen. Damals hatte Gentz allerdings abgelehnt. Auch derzeit habe der Zalando-Vorstand nur ein geringes Interesse an einer Beteiligung, berichtet das Manager Magazin weiter. Aber: Sollte ein anderer Investor die Otto-Tochter mit so viel Kapital ausstatten, dass sie Zalando gefährlich werden könnte, wäre das für Zalando problematisch.

Die Berliner sind mit einem Umsatz von 5,4 Milliarden Euro zwar deutlich größer als About You, doch der Hamburger Jungspund wächst deutlich schneller. Allein im laufenden Jahr will Tarek Müller den Umsatz seines Unternehmens um 70 Prozent auf 750 Millionen Euro voranpreschen.

Möbel mieten: Ikea Schweiz hat bisher nur einen Kunden

Ende Juni startete Ikea in der Schweiz ein Angebot für Geschäftskunden, über das Möbel gemietet werden können. Die Kunden nehmen dieses Angebot aber offenbar eher verhalten an, wie die Internet World berichtet. Ikea wollte 20 Kunden mit vorgeschnürten Paketen für Arbeitsplätze und Meeting-Räume gewinnen, doch bisher hat nur ein einziges Unternehmen einen Mietvertrag unterzeichnet. 

„Seit dem offiziellen Start Ende Juni haben wir in der Schweiz 33 Anfragen erhalten; bis jetzt haben wir mit einem Kunden den Vertrag unterzeichnet und die Waren ausgeliefert sowie montiert“, heißt es vom Möbelhändler. Grund für das geringe Interesse sei das eingeschränkte Angebot. Die Paketangebote interessieren die Kunden offenbar wenig – sie wollen Zugriff auf das komplette Sortiment haben und ihre Pakete selbst zusammenstellen können, so ein Sprecher. Trotzdem will Ikea vorerst an dem Miet-Modell festhalten.

Rocket Internets Gewinnsprung erfreut die Börse

Im ersten Halbjahr 2019 hat die StartUp-Schmiede aus Berlin erstmals einen Gewinn von über einer halben Milliarde Euro gemacht. Rocket Internet konnte seinen Gewinn genau genommen von 296,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 547,5 Millionen Euro nahezu verdoppeln. An der Börse, wo das Unternehmen zwischenzeitlich misstrauisch beäugt wurde, sorgte diese Entwicklung für wahre Freudensprünge, wie t3n.de berichtet.

Die Aktie von Rocket Internet stieg am Donnerstagvormittag um drei Prozent. Der Aktienwert liegt damit bei rund 25 Euro und konnte seit Jahresbeginn ein Plus von etwa 25 Prozent verbuchen. Vor einem Jahr war das Papier allerdings noch knapp 27 Euro wert.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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