Der frühe Vogel

Top 10 der Online-Shops in Deutschland generieren 21 Milliarden Euro Umsatz

Veröffentlicht: 07.10.2020 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 07.10.2020
Amazon

Zum ersten Mal haben die 1.000 umsatzstärksten Online-Shops in Deutschland im vergangenen Jahr die 50-Milliarden-Euro-Marke geknackt. Insgesamt erwirtschafteten die Top 1.000 51,69 Milliarden Euro – ein Umsatzwachstum von 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (64 Milliarden Euro). In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Umsatz damit mehr als verdoppelt. Für 2020 erwarten die meisten Shops weiteres Wachstum – der E-Commerce bleibt einer der wenigen Profiteure der Coronakrise.

Der Online-Handel in Deutschland bleibt ein sehr konzentrierter Markt. 40,2 Prozent des Gesamtumsatzes – 20,79 Milliarden Euro – entfällt auf die Top 10. Davon sorgt allein Amazon für 10,5 Milliarden Euro. Die nachfolgenden Shops bis Platz 100 kommen zusammen noch auf 16,7 Milliarden Euro. Bis Platz 500 liegt der Beitrag zum Gesamtumsatzumsatz bei gut zehn Milliarden Euro und die verbleibenden immerhin noch 500 Online-Shops erwirtschaften „nur“ noch 3,5 Milliarden Euro (Umsatzanteil 6,7 Prozent).

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Ikea: Umsatzverluste, aber Online-Wachstum

Im Geschäftsjahr 2020 gingen die Gesamterlöse bei Ikea um 1,5 Milliarden Euro auf 35,2 Milliarden Euro zurück. Zwischenzeitlich mussten aufgrund der Coronapandemie drei Viertel aller Möbelhäuser geschlossen werden, erklärt Jesper Brodin, Chef der Ikea Einzelhandelsorganisation Ingka. Die Besucherzahl der Kaufhäuser ging um 133 Millionen auf 706 Millionen zurück. Von den stationären Problemen profitierte aber Ikeas Online-Geschäft: Die Webseite zählte 3,6 Milliarden Besucher, etwa eine Milliarde mehr als im Vorjahr. Und der Online-Umsatz stieg um 60 Prozent. Das Online-Geschäft sei nun für 18 Prozent der Gesamterlöse verantwortlich (im Vorjahr elf Prozent), berichtet Internet World.

Autodoc startet Anzeigenplattform

Der Autoteile-Händler Autodoc startet am heutigen Mittwoch die eigene Anzeigenplattform Autodoc Ads. Die Plattform konzentriert sich auf den An- und Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen und Fahrzeugteilen, sie sei kosten- und werbefrei, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Autodoc Ads startet zunächst in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg und soll sukzessive in allen 27 Ländern ausgerollt, in denen der Anbieter aktiv ist. „Alle sonst bekannten Anzeigenplattformen sind auf eine möglichst breite Vielfalt an Produkten ausgerichtet und folglich auch auf möglichst allgemeine Suchanfragen - es ist deshalb oft mühsam, dort die sehr speziellen Produkte zu finden, mit denen Menschen im Auto-Ersatzteilmarkt handeln“, erklärt Alexej Erdle, geschäftsführender Gesellschafter von Autodoc. Autodoc soll hier nun Abhilfe schaffen und eine Kleinanzeigenplattform für Mobilität etablieren.

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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