Kahlschlag

H&M: Digitalisierungskurs treibt Entlassungswelle in Deutschland voran

Veröffentlicht: 26.01.2021 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 26.01.2021
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H&M setzte in der Vergangenheit allem voran auf seine stationären Geschäfte, damit konnte der Modekonzern lange Zeit starke Umsätze einfahren. Durch das veränderte Kaufverhalten der Kunden – schon vor der Coronapandemie – und des immer größeren Fokus hin zum Online-Geschäft muss H&M nun aber an der eigenen Strategie feilen und den E-Commerce ausbauen. Das trifft vor allem die Mitarbeiter in den stationären Geschäften hart, ein Teil wird den Job dadurch verlieren.

Konzern will Wettbewerbsfähigkeit erhalten

Die Schweden fahren einen rigorosen Digitalisierungskurs, der nun erneut mehr als 800 Mitarbeitern der Job kosten wird. Betroffen sind besonders Angestellte in den stationären Geschäften, wie Business Insider berichtet. Seit 2018 sollen bereits an die 3.000 Stellen gekürzt worden sein.

Auf Nachfrage des Portals bestätigte eine Sprecherin die Pläne zur neuen Entlassungswelle, dies sei wegen des veränderten Kundenverhaltens aber auch wegen den Herausforderungen in der aktuellen Coronakrise nötig. „Die H&M Group verfolgt dies sehr genau und hat bereits die notwendigen schrittweisen Maßnahmen zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ergriffen, um das Unternehmen nachhaltig weiter zu entwickeln und möglichst viele Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Dabei hat H&M Deutschland schwierige, aber notwendige Entscheidungen treffen müssen“, bestätigt die Sprecherin. „Deshalb steht H&M Deutschland derzeit im Dialog mit den zuständigen Mitbestimmungsgremien über den Abbau von 800 Stellen in den H&M Geschäften, dies entspricht rund 5 Prozent aller Kolleg*innen von H&M in Deutschland.“

Freiwilligenprogramm für den Ausstieg?

Wie Business Insider weiter schreibt, soll es einen von der H&M-Geschäftsführung formulierten Vorschlag für ein Freiwilligenprogramm zum Ausstieg geben. Angeblich werden hiermit auch junge Mütter in Elternzeit angesprochen. Die schwedische Modekette soll vor allem in umsatzschwachen Filialen Personal einsparen und sich von den Mitarbeitern trennen wollen, die nicht an den umsatzstarken Abenden oder an Samstagen arbeiten können. Das entsprechende Abfindungsprogramm soll dann den Mitarbeitern angeboten werden, die sich freiwillig für den Ausstieg entscheiden.

Über die Autorin

Corinna Flemming Expertin für: Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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