Geschäftsjahr 2020/21

Otto steigert Umsatz um 30 Prozent im Corona-Jahr

Veröffentlicht: 25.03.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 25.03.2021
Otto Zentrale

Die Corona-Jahr verlief für Otto erfolgreich: Der Versandhändler konnte das Geschäftsjahr 2020/21 mit einem Umsatz von 4,5 Milliarden Euro abschließen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung um rund 30 Prozent, wie Otto mitteilt. Damit setze das Unternehmen „die seit elf Jahren positive Entwicklung konsequent fort“, betonen die Hamburger.

Verstärkter Zulauf im Online-Shop

Besonders positiv entwickelte sich auch die Zahl der aktiven Kunden des Unternehmens: Kauften im Geschäftsjahr 2019/20 noch sieben Millionen Menschen bei Otto ein, waren es im letzten Geschäftsjahr über zehn Millionen – das entspricht ebenfalls einer Steigerung von rund 30 Prozent. 3,7 Millionen Neukunden kauften online oder mobil bei Otto ein, womit der Traffic im Shop dem Unternehmen zufolge um 40 Prozent zulegte. 

Dieser Zulauf geht Otto zufolge auf die Auswirkungen der Coronakrise zurück. Im Frühsommer 2020 habe noch eine „volatile“ Nachfrage „zu erheblichen Schwankungen in den Sortimenten“ geführt. Im Jahresverlauf stabilisierte sich die Nachfrage allerdings und blieb auch in den Nicht-Lockdown-Phasen „auf anhaltend hohem Niveau“, erklärt das Unternehmen. 

Otto baut einen eigenen Payment-Dienstleister auf

Bei dem Umbau zur Plattform sei Otto weiterhin im Plan, wie Marc Opelt, Vorsitzender des Otto-Bereichsvorstandes, erklärt: „Trotz der enormen pandemiebedingten Herausforderungen haben wir unseren Umbau zur Plattform auch im vergangenen Jahr planmäßig fortsetzen können.“ Im vergangenen Jahr hat Otto die automatisierte Anbindung für Händler realisiert, womit die Zahl der Anbieter auf der Plattform in den kommenden Monaten deutlich wachsen soll. Der Anmeldeprozess soll Otto zufolge nun nur zwei Stunden dauern, nach zwei bis drei Tagen könne dann der Verkauf auf der Plattform aufgenommen werden.

Zudem hat Otto den Aufbau eines eigenen Payment-Dienstleisters für seine Plattform gestartet, der bereits im letzten Jahr angekündigt wurde. Perspektivisch wollen die Hamburger die gesamte Zahlungsabwicklung für Händler und Marktplatzpartner einheitlich darüber steuern. Für Kunden bedeutet das, dass sie eine einheitliche Rechnung erhalten, egal, ob sie ein Produkt von Otto direkt oder von einem Drittanbieter auf der Plattform kaufen. Einzig die Zustimmung der Bafin fehlt Otto noch. Derzeit rechnet das Unternehmen damit, dass die Gesellschaft im zweiten Quartal 2022 ihre Aufgaben übernehmen kann.

Kooperation soll Nachhaltigkeit stärken

Auch im Bereich Nachhaltigkeit hat Otto neue Entwicklungen verkündet: So soll ab April eine Kooperation mit Wildplastic starten. Das Hamburger Unternehmen befreit die Natur von Kunststoffen und recycelt diese in Versandtüten. Otto beabsichtigt, den Großteil seiner Tüten bis Jahresende auf Wildplastic umzustellen. 

Otto konnte die Retourenquote über alle Sortimente hinweg um fast sechs Prozent reduzieren. Wie das Unternehmen erklärt, sei diese Verbesserung durch optimierte Produktbeschreibungen, Detailangaben und Rezensionen von Kunden erreicht worden.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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