Studie

Online-Shopper würden Aufpreis für bessere Produktdaten zahlen

Veröffentlicht: 07.04.2021 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 07.04.2021
Hand mit Geldbeutel

Bevor Verbraucher online einen Kauf tätigen, kommt die Suche nach Produktinformationen und Bewertungen bei einem Großteil der Online-Shopper bereits routinemäßig zum Einsatz. Präzise und vor allem zutreffende Daten werden für Kunden weltweit immer wichtiger. Marken, die sich dessen nicht bewusst sind, verlieren schnell potenzielle Käufer. Ein Großteil der Verbraucher wäre sogar bereit, mehr Geld auszugeben, wenn die Produktinformationen den eigenen Erwartungen entsprechen, wie aus der aktuellen Global B2C Survey von Akeneo hervorgeht.

Noch Luft nach oben bei Qualität der Angaben

Befragt nach der Qualität der bereitgestellten Produktinformationen zeigten sich die 3.500 Studienteilnehmer aus insgesamt sieben Ländern noch nicht vollends überzeugt. Zwar sahen 68 Prozent die Daten als „gut“ an, nur jeder Vierte allerdings bewertete diese mit „sehr gut“. Um die Verbraucher vollends zu befriedigen, gibt es also noch Luft nach oben.

Wie sehr sich die Kunden allerdings aussagekräftige und vor allem präzise Informationen wünschen, zeigt sich darin, dass die Hälfte der Befragten bereit wäre, einen Aufpreis von zehn Prozent oder mehr für qualitativ hochwertige Daten zu den Produkten zu bezahlen. Sieben Prozent der Verbraucher würden sogar 50 Prozent und mehr dafür zahlen. Auch transparente Angaben über Markenwerte wie den CO2-Fußabdruck, Product Miles sowie Hinweise über die Nachhaltigkeit der Bezugsquellen wäre für über die Hälfte der befragten Online-Shopper Grund genug, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Kauffabbruch bei mangelhaften Angaben

Die Akeneo-Studie zeigt aber nicht nur, wie sehr Kunden zuverlässige Produktdaten schätzen, sondern auch, dass Marken, die solche eben nicht anbieten können, schnell abgestraft werden. Ein Großteil hat einen geplanten Kauf bereits abgebrochen, wenn die Informationen nicht ausreichend sind. 36 Prozent der Abbrecher würden stattdessen eine Alternative kaufen, 32 Prozent das gleiche Produkt über einen anderen Kanal erwerben. Auch auf die Retourenquote können sich unzuverlässige Produkthinweise negativ aufwirken, denn fast sechs von zehn Verbraucher würden einen Artikel zurückgeben, wenn sie auf fehlerhafte Produktinformationen stoßen.

Über die Autorin

Corinna Flemming Expertin für: Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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