5 Länder in 5 Jahren

Elektronikanbieter AO plant Umsatzverdopplung in fünf Jahren

Veröffentlicht: 07.07.2021 | Geschrieben von: Ricarda Eichler | Letzte Aktualisierung: 07.07.2021
Haushaltsgeräte

Der britische Elektronikanbieter AO möchte innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht nur seinen Umsatz mehr als verdoppeln, sondern auch neue Märkte erschließen. Dies geht aus einem am 1. Juli veröffentlichten Report von CEO John Roberts und CFO Mark Higgins hervor.

Das A und O

Im Vorjahr stieg der Umsatz von AO insgesamt um 62 Prozent auf eine Summe von 1,91 Milliarden Euro. Die größte Steigerung konnten dabei Produktverkäufe erzielen, die Kategorie steigerte sich um ganze 74 Prozent. Ebenfalls von AO angebotene Serviceleistungen, wie Premiumversand oder Installationsleistungen, sind dagegen lediglich um 51 Prozent gestiegen. Der Grund hierfür sind in erster Linie die durch Corona zugenommenen kontaktlosen Zustellungen.

Laut CFO Higgins ließ sich auch innerhalb des letzten Jahres eine deutliche Trendwende innerhalb der beliebtesten Produktkategorien erkennen. So kauften Kunden zu Beginn der Pandemie vor allem Kühl- und Gefrier-Elemente, um ihre Hamsterkäufe zu verstauen. Doch mit der Zeit setzte die Pandemie-Langeweile ein und es wurden zunehmend Produkte aus dem Unterhaltungs-Segment gekauft. 

Zu Hause ist’s am gemütlichsten

Zur Gründung von AO, 1999, wettete John Roberts noch mit einem Freund um einen Pfund, dass es eines Tages gang und gäbe wäre, Waschmaschinen im Internet zu verkaufen. Sein Instinkt erwies sich als richtig. Heute träumt er davon, AO zur führenden globalen Plattform für Haushaltsgeräte zu machen. Die Corona-Pandemie spielte ihm dabei erfolgreich in die Hände. Von den acht Millionen Kunden die AO bis heute verbuchen kann, entschieden sich ganze zwei Millionen allein im Vorjahr für den Shop.

„Hier handelt es sich nicht um einen vereinzelten, massiven Handels-Höhepunkt oder einen Black Friday, welchen man das ganze Jahr über planen kann. Es waren vielmehr mehrere Black Fridays, einer nach dem anderen, mit minimaler Planung. Wir haben hier circa 10 Jahre an Wandel innerhalb nur eines Jahres erlebt. Diese allgemeine Verlagerung ins Online-Geschäft wird meines Erachtens bleiben.“ – John Roberts, CEO von AO

Einen besonderen Vorteil sieht Roberts auch in der gestiegenen Nutzung des Homeoffices. Denn wer mehr zu Hause ist, nutzt seine Haushaltsgeräte verstärkt. Und diese müssen umso schneller ersetzt werden.

5 Länder in 5 Jahren

Aktuell erzielt AO das Gros seines Umsatzes noch deutlich in Großbritannien. Allein auf diesem heimischen Markt brachte 2020 ein Wachstum von 59 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Doch Deutschland holt hier durchaus auf und bescherte AO eine Verdopplung seines Marktanteils auf nunmehr mehr als 3 Prozent. Auf dem deutschen Markt konnte das Unternehmen den Umsatz um 81 Prozent auf 264 Millionen Euro steigern.

AO plant, innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht nur seine Geschäfte in Deutschland deutlich zu vergrößern, sondern möchte auch in andere europäische Märkte vordringen. Der nächste Schritt soll dabei 2023 erfolgen. Mit konkreten Details hält man sich noch zurück, doch deutete an, dass insbesondere Italien, Frankreich und Spanien von Interesse wären. Das gesetzte Ziel lautet: 5 Länder in 5 Jahren.

Über die Autorin

Ricarda Eichler
Ricarda Eichler Expertin für: Nachhaltigkeit

Ricarda ist im Juli 2021 als Redakteurin zum OHN-Team gestoßen. Zuvor war sie im Bereich Marketing und Promotion für den Einzelhandel tätig. Das Schreiben hat sie schon immer fasziniert und so fand sie über Film- und Serienrezensionen schließlich den Einstieg in die Redaktionswelt.

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