„Händler helfen Händlern“

Händler-Initiative startet Job-Plattform für Ukraine-Flüchtende

Veröffentlicht: 07.03.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 07.03.2022
Laptop auf Ukraine-Hintergrund

Aus dem Kriegsgebiet der Ukraine sind bereits über 1,5 Millionen Menschen geflohen, davon rund 20.000 nach Deutschland. Experten rechnen aber damit, dass beide Zahlen noch stark ansteigen. Die Initiative „Händler helfen Händlern“, die zum Start der Corona-Pandemie gegründet wurde, will jetzt Flüchtenden aus der Ukraine helfen, mittelfristig in Deutschland Arbeit zu finden, wie die Initiative mitteilt.

Flüchtende sollen auf jobaidukraine.com Arbeitsstellen finden

Dafür haben die Macher das Job-Vermittlungsportal jobaidukraine.com gestartet. Dort können Unternehmen kostenlos Jobs anbieten und Flüchtende nach bestimmten Keywords oder der Region entsprechende Stellen filtern. So soll den ukrainischen Flüchtenden eine schnelle Perspektive in Deutschland geboten werden, heißt es. „Es fehlen in Deutschland über eine Millionen Arbeitskräfte in Pflege, Landwirtschaft, Gastronomie und auch in der Digitalwirtschaft. Zeitgleich gelingt eine Integration von Flüchtenden nur dann, wenn wir den Menschen Jobs besorgen. Das ist sehr wichtig, darum haben wir uns dazu entschieden“, erklärt Marcus Diekmann, Gesellschafter bei Rose Bikes und einer der Initiatoren des Projekts. In der Ukraine haben bereits u.a. viele IT-Entwickler auch für deutsche Firmen gearbeitet, wie die Faz berichtet. Mit Hugo Boss, Puma und SAP sind schon namhafte Anbieter auf der Plattform, weitere sollen folgen. 

Wann dürfen geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Deutschland arbeiten?

Die rechtliche Situation zu einem möglichen Aufenthalt sowie der Aufnahme einer Arbeit ist allerdings noch im Wandel. Grundsätzlich müssen Flüchtende aus der Ukraine derzeit kein Asylverfahren durchlaufen. Es gelte laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Richtlinie über den vorübergehenden Schutz zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen. Außerdem beschließe die EU in der aktuellen Lage ein Massenzuwanderungsverfahren, heißt es auf dem Job-Portal. Wenn dieses in Kraft tritt, könnten die Flüchtenden bei einer deutschen Ausländerbehörde eine zunächst für ein Jahr gültige Aufenthaltserlaubnis und später auch eine Arbeitsgenehmigung erhalten.

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Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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