Payment-Studie: PayPal verliert an Bedeutung – Paydirekt überraschend gefragt

Veröffentlicht: 23.06.2017 | Geschrieben von: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 23.06.2017

Im Jahr 2016 waren noch 67 Prozent der Online-Händler der Überzeugung, dass Paypal den Payment-Markt als dominierender Akteur zu einem Großteil beeinflussen wird. Das Blatt hat sich jedoch erheblich gewendet, denn in diesem Jahr sind es nur noch 17 Prozent. Das hat die Studie „Online-Payment 2017“ des EHI ergeben.

Lady tätigt Online-Payment-Zahlung

© Stock Rocket - Shutterstock.com

Wie sehen die zukünftigen Payment-Pläne von Online-Händlern aus? Was wollen sie verbessern und welche Angebote stehen bei ihnen hoch im Kurs? Mit diesen wichtigen Fragen beschäftigt sich die EHI-Studie „Online-Payment 2017“. Für die Untersuchung wurden unter anderem Daten von 106 Online-Händlern unterschiedlicher Branchen und Umsatzgrößen verwendet. 64 davon nahmen auch an der qualitativen Befragung teil.

Die Ergebnisse fallen zum Teil durchaus überraschend aus. So dominiert beispielsweise PayPal weiterhin neben anderen Zahlungsarten wie Rechnung, Lastschrift sowie Kreditkarte den Markt, doch der Payment-Anbieter muss auch erheblich Umsatzanteile einbüßen: Während im Vorjahr 67 Prozent der Befragten davon ausgegangen sind, dass PayPal „die Entwicklungen im Payment-Markt als dominierender Akteur beeinflussen wird“, sind es aktuell nur noch 17 Prozent. An erster Stelle steht nun Amazon: 33 Prozent halten den Verkaufsriesen für den zukünftigen Innovationstreiber.

Online-Händler wollen Checkout-Prozess optimieren

Der zuletzt gebeutelte Payment-Anbieter Paydirekt dürfte sich hingegen sehr über die Ergebnisse der Studie freuen, denn knapp ein Drittel der Online-Händler wollen diese Bezahlvariante in den kommenden zwei Jahren in ihren Shop integrieren. 22 Prozent wiederum wollen das Payment-Angebot von Amazon ins Portfolio aufnehmen. Generell ist eine deutliche Tendenz dahin gehend auszumachen, dass die Bandbreite an Bezahloptionen deutlich zunimmt: Die meisten Händler wollen bis 2018 ein oder zwei neue Dienste anbieten.

Weiterhin will ein Großteil der Online-Händler seinen Checkout-Prozess optimieren, um potenzielle Kaufabbrüche zu verhindern. Vor allem der Faktor Schnelligkeit ist für viele wichtig, denn diesen wollen 54 Prozent verbessern. 48 Prozent haben bereits den Check-Out für mobile Endgeräte optimiert – bei 24 Prozent befindet sich dies in Planung.

Die EHI-Studie kann hier kostenpflichtig als PDF-Datei heruntergeladen werden.

EHI-Infografik

© EHI

Kommentare  

#3 Lene 2017-06-26 10:31
Paypal steht doch momentan u.a. noch hoch im Kurs weil ebay dies als Zwangszahlmetho de forciert.
Sollte dies einmal wegfallen werden die Umsätze in den Keller gehen.
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#2 Ananassa 2017-06-25 23:35
Wäre schön wenn die Banken angemessene Angebote für Paydirect machen würden.

- Paydirect Gebühren
- Buchungsposten
- Plugin-Gebühren

Das summiert sich zu unverhältnismäß igen Kosten.

Damit sind Paydirekt und PayPal gleich unattraktiv für mich als Händler.
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#1 Murat 2017-06-23 16:38
Das ich nicht lache wer hat die Studie finanziert? Die Banken haben alles verschlafen und wo jetzt der Zug abgefahren ist kommt Paydirekt !!!


Warum soll ich Paydirekt nutzen kann mir jemand der Mehrwert zu Paypal erklären??
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