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Auf dem Rückzug: Deliveroo beendet den Dienst in zehn deutschen Städten

Veröffentlicht: 16.08.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 16.08.2018

Deliveroo will sich auf die großen Metropolen konzentrieren und hat jetzt den Rückzug aus zehn deutschen Städten bekanntgegeben. Den betroffenen Fahrern habe man ein Abfindungspaket angeboten.

Delivero-Fahrer
© Clare Louise Jackson / shutterstock.com

„Time to say Goodbye“ heißt es für Deliveroo. Der britische Essenslieferdienst wird den Betrieb „in einigen Städten innerhalb Deutschlands am 15.09.2018 einstellen“. Das wurde laut Gründerszene den Berliner Fahrern des Unternehmens per E-Mail von Deutschland-Chef Felix Chrobog mitgeteilt. Konkret handelt es sich dabei um Essen, Dortmund, Dresden, Leipzig, Mainz, Stuttgart, Bonn, Düsseldorf, Hannover und Nürnberg. In Zukunft will sich Deliveroo auf die Geschäfte in Berlin, München, Köln, Hamburg und Frankfurt konzentrieren und dessen Expansion vorantreiben. Speziell soll „auf das Wachstum und die Verbesserung [des] Angebots in Berlin“ der Fokus gelegt werden, heißt es in der Nachricht an die Mitarbeiter weiter.

Rückzug vom Rückzug nicht ausgeschlossen

Der Foodora-Konkurrent hat erst vor einem Jahr sein Geschäft auf neun der zehn oben genannten Städte ausgeweitet. Dass nach nur zwölf Monaten wieder Schluss ist, bedauert man beim Unternehmen zwar, ein Dauerzustand soll es aber nicht bleiben. „Wir hoffen in naher Zukunft in die Städte zurückzukehren“, sagte eine Sprecherin gegenüber Gründerszene.

Der Rückzug aus gleich zehn deutschen Regionen bedeutet natürlich auch, dass viele Fahrer ihren Job verlieren. „Deliveroo tut es natürlich leid, dass wir an den Standorten, die wir schließen, auch das Arbeitsverhältnis mit unseren Fahrern beenden“, heißt es in der Mitteilung an die Beschäftigten. Die Anzahl der betroffenen festangestellten und freien Fahrer wollte der Lieferdienstdienst nicht bekannt geben, betonte aber, dass alle ein Abfindungspaket angeboten bekommen haben.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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