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Amazon streicht Expressversand-Option

Veröffentlicht: 12.09.2018 | Autor: Melvin Louis Dreyer | Letzte Aktualisierung: 12.09.2018

Kürzlich breitete sich Verunsicherung unter den Amazon-Sellern aus, als es ihnen ein rotes Fähnchen in ihren Konten begegnete. Es ist bedrohlich, weil es den Verlust der Verkaufsberechtigung bedeuten kann. Grund für die Unruhe war eine bevorstehende Umstellung bei den Versandmethoden, und die Tatsache, dass die Händler wohl in unterschiedlichem Umfang über den Grund der Notification informiert wurden.

Express-Pakete
© sergeysan1 / Shutterstock.com

Um die Kundenerfahrung kontinuierlich zu verbessern, sollen die verfügbaren Versandoptionen für von Händlern versandte Waren künftig optimiert werden. Das zumindest schrieb Amazon in einer E-Mail, die das Unternehmen jüngst an seine Verkäufer schickte und die auch der Redaktion vorliegt. Die derzeit neben Premium- und Standardversand bestehende Möglichkeit des Expressversands fällt damit dem Rotstift zum Opfer. Zu verwirrend seien die unterschiedlichen, sich teilweise überschneidenden Transportzeiten für die Kunden.

Zumindest kein akuter Handlungsbedarf

Händler müssen nach Mitteilung von Amazon aber nicht zwingend eigene Schritte ergreifen, um die Änderungen umzusetzen. Empfohlen wird aber die Überprüfung der eigenen angegebenen Versandarten, um sicherzustellen, dass die Versandbedingungen von Amazon auch eingehalten werden können.

Unverständnis kam bei einigen Händlern auf, die keine zusätzliche Benachrichtigung mittels E-Mail erhielten, und damit auch keine Information darüber, dass sie tatsächlich gar keinen Handlungsbedarf zu erfüllen hatten. Über den Grund des unterschiedlichen Benachrichtigungsumfangs liegen keine weiteren Informationen vor. Händlern, die keine ausführliche Mitteilung bekommen haben, wird jedoch empfohlen, ihre Benachrichtigungseinstellungen bei Seller Central zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Änderungen schon in naher Zukunft

Die Umsetzung der Anpassung soll zweistufig erfolgen und ab Mitte September starten. Der Expressversand kann dann nicht mehr zu den persönlichen Versandvorlagen hinzugefügt oder geändert werden. Ab Mitte Oktober wird der Expressversand für Inlandskunden in der Vorlage dann automatisch durch den Premiumversand ersetzt. Die Transportzeiten und Versandgebühren sollen jedoch bestehen bleiben.

Über den Autor

Melvin Louis Dreyer Experte für IT- und Verbraucherrecht

Melvin ist seit Mitte 2018 Teil des juristischen Redaktionsteams. Er hat schon während seines Rechtswissenschaft-Studiums leidenschaftlich gerne Beiträge verfasst und Fachwissen vermittelt. Jetzt berichtet er als Redakteur regelmäßig zu rechtlichen Neuigkeiten und Fragestellungen in der Welt des E-Commerce und verwirklicht damit nebenbei auch noch seine Interessen an Gesellschaft und Wirtschaft. 

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Melvin Louis Dreyer

Kommentare  

#1 A. Plachinger 2018-09-13 09:12
Hallo liebe Händler,

macht Euch nicht weiter zu Sklaven von Amazon. Wir verkaufen seit Jahren mit Erfolg ohne Amazon. Wer unsere Artikel haben möchte, findet uns auch auf anderen Kanälen.
Wer selbständiger Unternehmer mit Selbstbestimmun gsrecht sein will, kann unmöglich weiter bei Amazon verkaufen.

Grüße

A. Plachinger
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