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Gestiegene Verluste: Möbelshop Home24 bleibt hinter Erwartungen zurück

Veröffentlicht: 13.09.2018 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 13.09.2018

Beim Möbel-Shop Home24 läuft es anscheinend nicht so gut, wie man erwartet hatte: Zwar sind die Umsätze gestiegen, doch die Ziele für 2018 sind immer noch in weiter Ferne. Und auch die hohen Ausgaben scheinen dem Unternehmen zu schaffen zu machen.

Möbel-Arrangement: Sessel auf Teppich mit Lampe
© AlexRoz – shutterstock.com

Der Börsengang von Home24 liegt noch kein Vierteljahr zurück. Dennoch ist der erhoffte Rückenwind bis jetzt ausgeblieben: Die aktuellen Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2018 zeigen zwar wachsende Umsätze, doch auch steigende Verluste:

Der Umsatz aus den ersten sechs Monaten konnte demnach im Vergleich mit dem Vorjahr um 14 Prozent auf 151 Millionen Euro vorangetrieben werden. Das ist zwar grundsätzlich nicht schlecht, doch für das Gesamtjahr 2018 hatte der Unternehmenssprössling aus dem Hause Rocket Internet eigentlich ein Umsatzwachstum von 30 Prozent anvisiert.

Home24: Mehr Kunden, höhere Ausgaben, steigende Verluste

Ganz gut sah es nach Angaben des Manager Magazins in Sachen Kundengewinnung aus: Das Wachstum lag hier bei 20 Prozent, sodass Home24 die Zahl seiner Kunden auf 1,16 Millionen steigern konnte. Dennoch scheint das Wachstum der eigenen Käufer die hohen Ausgaben des Möbelspezialisten nicht kompensieren zu können. Allein im Bereich Marketing stiegen die Ausgaben um 35 Prozent auf 29,5 Millionen Euro. Unterm Strich blieb Home24 damit ein deutlich höherer Verlust als noch im Vorjahr. Lag das Minus im ersten Halbjahr 2017 noch bei 11,9 Millionen Euro, so liegt es in diesem Jahr bei 13,9 Millionen Euro.

Als Grund für die schwache Entwicklung nannte Home24 zum einen das lange anhaltende warme Wetter des Sommers. Dieses habe für eine geringere Nachfrage gesorgt. Doch auch das Einkaufsverhalten der Kunden soll nicht zuträglich gewesen sein: Die durchschnittlichen Warenkorbwerte sind demnach vergleichsweise gesunken.

Wie Home24 im Rahmen der aktuellen Zahlen verlauten ließ, werde die Profitabilität in diesem Jahr mit Blick auf das Vorjahr abnehmen – „wegen weiterer Investments in Wachstum“, heißt es. Dennoch steht das große Ziel auf dem Plan, bis Ende 2019 die Gewinnschwelle zu meistern. Zwischenzeitlich sank die Aktie um knapp fünf Prozent.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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