Immer wieder ist Facebook-Commerce ein Thema und was daran auffällt: Je länger es Facebook-Commerce gibt, desto größer ist die Stagnation seiner Entwicklung. absatzwirtschaft.de zitiert Dr. Christian Brock vom Otto Group-Stiftungslehrstuhl für Distanzhandel & Service Marketing an der Zeppelin Universität Friedrichshafen: „Aus Kundenperspektive stellt Facebook derzeit noch keinen relevanten Vertriebskanal und ernst zu nehmenden Konkurrenten zum klassischen E-Commerce dar.“

Dr. Christian Brock leitete die Studie „Facebook-Commerce – Status-Quo, Erfolgsfaktoren und Implikationen“, in deren Rahmen 300 internetaffine Teilnehmer im Alter zwischen 14 und 53 Jahren befragt wurden. Die Studienteilnehmer nutzen Facebook etwa 1-2 Stunden am Tag, aber nur 3% von ihnen haben schon einmal über einen Facebook-Shop eingekauft. Nur 20% von ihnen planen einen Einkauf und nur 33% können sich Facebook-Commerce überhaupt vorstellen. Facebook-Commerce funktioniert nicht, weil Facebook in erster Linie eine Kommunikationsplattform ist – über die Hälfte der Befragten sieht das so. 74% betrachten Facebook zudem eher als Empfehlungs- und Kundendialogplattform.

Trotzdem ist Facebook noch nicht für den E-Commerce verloren. Laut Dr. Brock sei genügend Potenzial vorhanden. Es sollten vor allem drei Voraussetzungen für einen erfolgreichen Facebook-Commerce optimiert werden: Datensicherheit, Bequemlichkeit und Seriosität. Die Studie schließt mit der Empfehlung, dass Facebook zuerst das Vertrauen in sein Netzwerk steigern müsse. Dann liegt es vor allem auch an den Online-Händlern selbst. Wenn sie die Online-Plattform verstärkt für den Dialog mit den Kunden nutzen, könnten sie diese Stück für Stück an Facebook-Shops heranführen.