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Zahlung mit PayPal

Aktuelle Betrugswelle auf Ebay Kleinanzeigen

Veröffentlicht: 03.09.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 03.09.2019
PayPal auf Smartphone

Online-Shopper sollten auf den Portal Ebay Kleinanzeigen aktuell wieder besonders achtsam bei ihren Einkäufen sein. Wie mehrere Medien berichten, häufen sich in letzter Zeit Fälle eine speziellen Betrugsmethode, die es besonders auf Kunden mit der Zahlungsmethode PayPal abgesehen hat. Sowohl die Polizei als auch PayPal selber haben nun eine erneute Warnung ausgesprochen.

Aufforderung zur Zahlart „Freunde & Familie" 

Die Masche ist nicht neu, wird laut dem Stern aktuell aber wieder oft verwendet: Betrüger stellen hochwertig Artikel auf Ebay Kleinanzeigen ein. Die Preise seien dabei nicht unbedingt unseriös, der Käufer hat dennoch das Gefühl, ein Schnäppchen zu machen. Kommt es zum Kauf, fordert der betrügerische Händler den Kunden auf, die PayPal-Zahlart „Freunde & Familie“ auszuwählen, da so keine weiteren Gebühren auf den Verkäufer mehr zukommen.

Für unwissende Konsumenten scheint dies eine unwichtige Kleinigkeit zu sein, die Zahlart hebelt tatsächlich aber den Käuferschutz aus. Dieser hilft sowohl Käufern als auch Verkäufern dabei, bei bestimmten Zahlungsausfällen das Geld zurückzubekommen. Allerdings greift dieser nur bei der kostenpflichtigen Variante „Waren und Dienstleistungen“. Nutzen Konsumenten die Bezahloption „Freunde & Familie“ bei einem der betrügerischen Angebote, sind sie das Geld zwar los, die bezahlte Ware werden sie aber wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen. Da auch der Käuferschutz nicht greift, gibt es keine Möglichkeit, die Zahlung zurück zubekommen. PayPal schreibt dazu auf seiner Seite: „Schlägt ein Käufer oder Verkäufer vor, für die Bezahlung der Ware Geld senden an 'Freunde und Familie' zu nutzen, sollten Sie dies ablehnen, da hierbei weder Käufer- noch Verkäuferschutz gelten.“

Polizei spricht deutliche Warnung aus

Derartige Fälle häufen sich aktuell auf dem Portal Ebay Kleinanzeigen. Allerdings hat die Polizei kaum Chancen, die Täter zu schnappen, da die bei PayPal hinterlegten E-Mail-Adressen oft Wegwerfadressen sind. Sobald das Geld auf dem PayPal-Konto eintrifft, wird es weitergeleitet und geschlossen. Auch die Polizeit warnt nach Stern-Informationen nun noch einmal verstärkt davor, die gebührenfreie PayPal-Zahlart „Freunde & Familie“ bei unbekannten Personen zu verwenden. 

Betrüger greifen bei ihren illegalen Machenschaften immer wieder auf Ebay Kleinanzeigen zurück. Erst im vergangenen Jahr wurden mit der Aussicht auf einen Job, die persönlichen Daten von Nutzern erfragt, um im Anschluss mit diesen Daten heimlich ein Konto bei der Online-Bank N26 für Geldwäsche oder ähnliches einzurichten. Einen ausführliche Erfahrungsbericht dazu gibt es an dieser Stelle

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#2 anja 2019-09-04 11:51
sorry, aber dumme menschen gab es auch schon früher ohne internet, die z.b. mit verträgen oder bei händlern im laden abgezockt wurden. kein mensch kann gegen dummheit absichern, aber menschen können immer mehr verdummen, wenn sie durch technologie immer weniger denken müssen. so verblödet die menschheit langsam wieder. auch mich hat mal eine über ebay-kleinanzei gen (aber auch außerhalb ebay) gebeten, an "freunde" zu bezahlen (war aber nur ein kleinerer betrag). dies habe ich mit begründung des fehlenden käufer- & verkäuferschutz es abgelehnt (wasauch nicht in ihrem interesse sein kann) und angeboten, die gebührendiffere nz bei zahlung draufzurechnen. das argument zieht nämlich nicht. man kann ja auch als käufer die gebühren übernehmen.
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#1 Thomas Müller 2019-09-04 08:29
Ich kenne genau die andere Seite (Privatverkäufe r). Bei Bezahlung für Dienstleistunge n/Konsum hafte ich genau so wie ein Händler bzw. muss man sich dann so verhalten. In meinen Fälle musste ich für die Unwissenheit, Ungeschicklichk eit und Dummheit des Kunden haften.
Zudem kommt ein weiterer Punkt dazu. Man gibt einen Preis an für Selbstabholung einen großen Artikels. Beispiel 100 Euro. Dann wird man anschrieben: 70 Euro. Von Versand wird erst noch nicht gesprochen. Nun möchte der Kunde 70 Euro zahlen und KOSTENLOSE, versicherte Versicherung UND PayPal-Zahlung. 2 weitere Beispiele: Kunden sagten, die Ware sei nicht angekommen und wollte ihr Geld zurück. Hatte es aber versichert verschickt und es wurde auch die die Person angenommen. Anscheinend auch eine Masche. Schade, das Berichterstattu ng immer wieder einseitig ist! Und zudem wäre doch dann PayPal auch in der Pflicht seine Kunden besser zu prüfen. Bei meiner Kontoanmeldung musste ich Kreditkarte, Bankkonto, Handy ... angeben. Zudem werden Einzahlungen auf meinem Konto zurückgehalten. Also so schnell geht das auch nicht mit Konto öffen und wieder schließen. Oder ist man einfach zu gemütlich, sowas zu verfolgen?
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