Der frühe Vogel

Ebay will Geschäft mit Gebrauchtwaren wieder stärker in den Fokus rücken

Veröffentlicht: 01.12.2020 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 01.12.2020
Ebay Logo

Das Geschäft mit Second-Hand-Artikeln hat bei Ebay in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Aktuell liegt der Anteil von Gebrauchtwaren nur noch bei 20 Prozent. Der neue Ebay-Deutschlandchef Oliver Klinck will das nun ändern und sich wieder stärker auf das Geschäft von gebrauchten Artikeln konzentrieren. Der Marktplatz will das Thema „Kaufen und Verkaufen“ weiter stärken und dafür seine Kunden auch belohnen. „Mit einem speziellen Programm versuchen wir gerade mehr als fünf Millionen Kunden auch zum Verkaufen zu bewegen, indem wir ihnen beispielsweise Gutscheine anbieten“, so Klinck in einem Interview mit dem Tagesspiegel.

Dabei will die Plattform aber keinen hundertprozentigen Schwenk auf die Gebrauchtwaren machen, sondern eine breite Masse an Angeboten seinen Kunden anbieten, um so die Bedürfnisse aller abzudecken. „Manchmal will ich eben was Neues haben. Und manchmal ist ein älteres oder wiederaufbereitetes Gerät genau das Richtige. Oder ich möchte wegen Garantien vom professionellen Händler kaufen und manchmal ist auch ein Angebot eines privaten Verkäufers in Ordnung“, erklärt der Deutschlandchef die vielen verschiedenen Motivationen der Ebay-Käufer. „Wenn ich das alles auf einer Plattform finde, wie bei uns, ist das ein extremer Vorteil.“ 

Mithilfe der aktuellen Kampagnen „Neu, gebraucht und super selten“ und „Kaufen und Verkaufen bei Ebay“ will sich der Marktplatz ein klares Profil zulegen und seinen Käufern und Verkäufern genau kommunizieren, wofür man als Marktplatz steht. Dazu gehört aber wohl auch, sich von Altlasten zu trennen. Wie Klinck im Interview verrät, wurde die 2018 ins Leben gerufene Shopping-Plattform Catch, auf der sich günstige Trendprodukte einkaufen lassen, bereits an einen anderen Betreiber verkauft.

Facebook will Kundendienst verbessern

Der Social-Media-Riese hat das New Yorker StartUp Kustomer gekauft und will damit die eigenen Angebote rund um den Kundenservice ausweiten. Kustomer wurde 2015 gegründet und stellt nach Informationen von Heise Online Plattformen für Kundenservice und Chatbots bereit, die automatisiert die Kundenanfragen beantworten. Der Dienst findet bereits bei Facebooks Mitteilungsservice Anwendung und wird aktuell auch bei Instagram ausgerollt.

Wie viel der US-Konzern für Kustomer bezahlt hat, ist nicht bekannt. Nach Angaben des Wall Street Journal wird das StartUp mit knapp über Milliarde US-Dollar, rund 840 Millionen Euro, bewertet. Soviel hat sich Facebook damals auch die Übernahme von Instagram im Jahr 2012 kosten lassen.

Börsengang der Ant Group wohl erst 2022

Ursprünglich wollte das chinesische Finanzunternehmen Ant Group im November dieses Jahres seinen Börsengang vollziehen. Diesem Plan wurde dann aber kurzerhand aufgrund von geplanten Regelungen für die Beschränkungen der Online-Kreditvergabe ein Strich durch die Rechnung gemacht. Der IPO wird nun wohl doch erst im Jahr 2022 vonstattengehen, wie die Internetworld schreibt. Aktuell befinde sich die Alibaba-Tochter noch in einem „frühen Stadium der Überprüfung“ der neuen Richtlinien. Für den geplanten Börsengang im November hatte der Konzern rund 34,5 Milliarden US-Dollar (28,8 Milliarden Euro) eingeplant.

Über die Autorin

Corinna Flemming
Corinna Flemming Expertin für: Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Corinna Flemming

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.