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Tipps für die Heimarbeit

Hallo Homeoffice – 7 Tipps, um produktiv zu arbeiten

Veröffentlicht: 18.03.2020 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 11.08.2020
Homeoffice

Wecker klingeln, Morgenrituale, Radeln oder im Stau stehen, gemeinsame Meetings und Kaffeepausen, fleißig das Tagesgeschäft verrichten und dann pünktlich ab in den Feierabend – ein solch recht typischer Arbeitstag ist aktuell nicht aufrecht zu erhalten. 

Denn das derzeitige Risiko, das Coronavirus weiter zu verbreiten, erlegt uns unter anderem gemeinsam die gesellschaftliche Verantwortung auf, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Das wiederum bedeutet, dass aktuell Schulen und Kindertagesstätten sowie Geschäfte und weitere Einrichtungen des öffentlichen Lebens schließen. Und alle, die es irgendwie ermöglichen können, verlagern die Arbeit ins eigene Zuhause. 

Tja, und nun sitzen wir hier und sind mit Fragen und Herausforderungen, anderen Workflows, Ritualen und Strukturen im Tagesablauf konfrontiert: Wie soll ich konzentriert arbeiten, wenn mein Kind meine Aufmerksamkeit braucht? Wie lasse ich mich nicht durch Hausarbeit ablenken? Wie geh ich damit um, dass ich hier einsam auf meinem Rechner vor mich hin tippe und klicke? Ein paar dieser Herausforderungen und Tipps zum Umgang damit haben wir hier zusammengestellt.  

1. Raus aus dem Schlabber-Look und rein ins Büro-Outfit

Zieht euch eine Hose an. Halbnackt, im Schlafanzug oder in der Jogginghose würde niemand ins Büro gehen. Es darf sicher auch etwas bequemer sein… 

... doch es gilt zu bedenken, dass ein Wechsel in unsere Arbeitskleidung hierbei auch einen psychologischen Effekt haben kann: „Was du anhast, hat direkten Einfluss auf deine Performance. Wenn du den ganzen Tag im Schlafanzug bleibst, wirst du schlampig und faul, und das wird sich direkt auf deine Arbeit auswirken“ fasst es etwa Gregory Golinski, Digital Marketing Executive bei YourParkingSpace, auf EditionF in deutliche Worte. 

2. Lieber nicht am Küchentisch arbeiten

Im Büro haben wir vor allem einen festen Ort, an dem wir unsere tägliche Arbeit verrichten. Zuhause sollten wir das ähnlich handhaben. Vielleicht hat nicht jeder einen Schreibtisch zu Hause, doch es kann helfen, den eigenen Arbeitsplatz zumindest in den Grundzügen so nachzubilden, als wäre es unser Bürotisch.

Damit wir bewusst an die Arbeit gehen und auch Pausen machen können, brauchen wir auch einen Ort, der sich dafür aufsuchen und verlassen lässt. Der Bürotisch sollte deshalb besser nicht für andere Zwecke ab- oder umgeräumt werden müssen, wie es etwa beim Küchentisch der Fall wäre. Auch nicht zu empfehlen ist jener Ort, der eigentlich für die eigene Entspannung da ist – wie Bett oder Sofa. Der Arbeitsplatz sollte Platz bieten, gut belüftet sein und viel Licht haben. Ist es zu dunkel, strengt das nicht nur die Augen an, sondern legt sich auch merklich auf die eigene Stimmung. 

Falls möglich, kann man für Telefonate oder kreative Aufgaben den Arbeitsplatz auch mal verlagern – beispielsweise auf den Balkon, die Terrasse oder in den Garten. Bei Sonnenschein gibt es so nicht nur eine Extraportion Vitamin D, wie Contentmanager schreibt, sondern sorgt das auch oft für gute Laune.

3. Homeoffice heißt nicht, die ganze Zeit arbeiten

Ja, wenn das eigene Office nun schon zu Hause ist, kann man ja auch immerzu fleißig etwas leisten? 

Lieber nicht. Denn gerade der veränderte Rhythmus bringt viele aus dem Gleichgewicht. Oft warten zu Hause auch andere Ablenkungen und die Arbeitsatmosphäre ist für viele ungewohnt, weil es weniger feste Pausenzeiten oder eben nicht den Kollegen gibt, der einen zur Kaffeemaschine mitnimmt. Es kann helfen, sich zu notieren oder mit digitalen Tools zu messen, wie lange man tatsächlich arbeitet. So kann man beobachten, wie es um die eigene Konzentrationsfähigkeit bestellt ist. Danach lassen sich auch die Pausen gestalten.

Auf der anderen Seite helfen mit Kollegen und Arbeitgeber fest vereinbarte Erreichbarkeiten, Meetings – beispielsweise ein gemeinsames Video-Meeting und ähnliches, um dem Arbeitstag Strukturen zu geben. 

4. Kaffeepause per Videochat

Es ist eben schon angeklungen: Gerade die soziale Interaktion mit den Arbeitskollegen ist ein nicht zu unterschätzender Teilbereich des eigenen Arbeitstages. In Ihrer Homeoffice-Kolumne im Spiegel hat Margarete Stokowski einen (von vielen) wertvollen Ratschlag, was hier helfen kann: „Schaffen Sie sich alles, was Ihnen fehlt, so gut es geht: Rituale, Austausch, soziale Kontrolle, gemeinsame Kaffee- und Raucherpausen (via Skype). Verabreden Sie sich mit anderen HeimarbeiterInnen zum Chatten oder Telefonieren“.  

Die eine oder andere Routine lässt sich ja auch im Homeoffice aufrecht erhalten: 

Auch ein gemeinsamer Chat mit den Kollegen kann helfen. Damit er gerade bei Aufgaben, die viel Konzentration erfordern, nicht ablenkt, sollte der allerdings nicht dauerhaft an sein. 

5. Ein Homeoffice-Platz fürs Kind

Gerade bei geschlossenen Schulen und Betreuungseinrichtungen müssen viele Eltern aktuell die Hürde meistern, zu arbeiten und gleichzeitig die eigenen Kinder zu beaufsichtigen. Das geht selten einfach zusammen. Zdf.de hat dazu einige Ideen aufgeschrieben: Sind die Kinder schon alt genug, kann ein Tagesplan helfen, wann welche Aufgaben für wen dran sind. Wer nicht alleinerziehend ist, kann sich mit dem Partner bei der Betreuung abwechseln. Hier und da kann man Arbeitstätigkeiten eventuell auf Zeiten legen, in denen die Kinder schlafen. Streaming-Dienste und Hörspiele können hier natürlich auch helfen. Wer die Kinder im Blick behalten und beschäftigen will, kann ihnen auch einen eigenen kleinen Homeoffice-Platz einrichten. 

6. To-Dos und Have-Dones

Um produktiv zu bleiben, ist es hilfreich, die eigenen Aufgaben und Ziele im Blick zu behalten. Dabei können Listen helfen, auf denen man sich einerseits die jeweiligen To-Dos schreibt und gleichsam auch eine „Hab-ich-geschafft“-Liste, die bringt nämlich ein gutes Gefühl und damit weitere Motivation. Möglich ist auch eine Tafel oder ein Whiteboard, falls vorhanden, auf dem man sich Aufgaben notiert und diese nach Erledigen wegwischt. 

Der Austausch mit Vorgesetzten und Kollegen über gemeinsame Ziele hilft zudem bei der Priorisierung von Aufgaben.

7. Die eigene Arbeitsweise reflektieren

Jobs und Arbeitsweisen unterscheiden sich natürlich, deshalb lassen sich Tipps schwerlich für alle gleich umsetzen. Somit bleibt es auch eine wichtige Tagesaufgabe, sich selbst immer mal wieder etwas zu reflektieren und achtsam darauf zu schauen, wie die aktuelle Arbeitssituation einen fordert und fördern kann und sich im Zweifel dann neue Lösungen zu überlegen. 

In diesem Sinne: #StayAtHome und ran an die #HomeOfficeChallenge.

Über die Autorin

Hanna Behn Expertin für: Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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