Teilen Teilen Kommentare Drucken

28.08.2018 – Alibaba verdreifacht Logistik in Deutschland | Ceconomy plant Verkauf von Metro-Anteilen | Payment-App Cringle ist insolvent

Veröffentlicht: 28.08.2018 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 28.08.2018

Mit seiner Logistik-Tochter 4px hat Alibaba ein weiteres Logistikzentrum in Deutschland eröffnet. Außerdem: Ceconomy plant ebenfalls den Verkauf seiner Metro-Anteile und die Payment-App Cringle musste Insolvenz anmelden.

4px Lager
© 4PX Express GmbH

Alibaba stockt Logistik-Kapazitäten in Deutschland auf

Der chinesische E-Commerce-Gigant Alibaba drängt immer stärker nach Deutschland und hat nun mit seiner Logistiktochter 4px ein Logistikzentrum eröffnet. Dabei handelt es sich bereits um das zweite Zentrum, wodurch 4px seine Kapazitäten verdreifacht. Das bisherige Logistikzentrum in  Ginsheim-Gustavsburg beim Frankfurter Flughafen verfügt über rund 9.000 Quadratmetern Logistikfläche und 400 Quadratmetern Bürofläche. Wie t3n unter Berufung auf die Lebensmittelzeitung schreibt, soll das neue Logistikzentrum in Grolsheim bei Bingen liegen und über eine Fläche von 25.000 Quadratmetern verfügen. Alibaba würde damit über insgesamt 34.000 Quadratmeter verfügen. Zudem hat 4px auch in Tschechien gebaut, was die Expansion Alibabas in Europa deutlich zum Vorschein kommen lässt.

Metro: Ceconomy plant nach Haniel ebenfalls den Verkauf seiner Anteile

Nachdem gestern bekannt wurde, dass der Haniel-Clan seine Metro-Anteile verkaufen wird, kommt nun die nächste Hiobsbotschaft für die Metro AG. Nach Angaben von Spiegel Online bereitet nun nämlich auch der Elektronikhändler Ceconomy den Verkauf des Großteils seiner Beteiligung am Handelsunternehmen Metro vor. Demnach befindet sich Ceconomy bereits in Gesprächen mit der zu dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky gehörenden tschechischen Investmentfirma EP Global Commerce (EPGC). Würde Ceconomy seine rund 10 Prozent verkaufen, könnte Kretinsky zum größten Einzelaktionär der Metro aufsteigen. Eine Entscheidung wurde bisher allerdings nicht getroffen, ob und zu welchen Bedingungen ein Anteilskaufvertrag abgeschlossen werde. Zudem kann Ceconomy auch nicht seine gesamten Anteile verkaufen. Etwa ein Zehntel des Aktienpakets kann aufgrund steuerlicher Sperrfristen aktuell nicht veräußert werden.

Insolvenzantrag von Payment-App Cringle

„[...] trotz stetiger Weiterentwicklung des Produktes und positivem Nutzerfeedback mussten wir heute schweren Herzens einen Insolvenzantrag stellen“, mit diesem Blogeintrag hat das Payment-StartUp Cringle heute seine Nutzer über die Insolvenz informiert. 2014 wurde das Berliner Unternehmen von Joschka Friedag, Konrad Maruszewski, Frane Bandov, Alexander Nehls und Malte Klussmann gegründet und ermöglichte seinen privaten Nutzern, Geld an Freunde und Familie zu schicken. Nach Informationen von Gründerszene, soll Cringle im August 2017 an die 75.000 Nutzer gehabt haben. Wie die Gründer in dem Post weiterschreiben, habe man in den letzten Monaten eine Wachstumsfinanzierung angestrebt, was aber keinen Erfolg hatte. Wie in den Beitrag weiter zu lesen ist, geht es mit der App trotz des Insolvenzantrages weiter wie bisher. „Momentan sind wir guter Dinge, dass es eine langfristige Zukunftslösung für Cringle geben wird“, so die Geschäftsleitung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.

Meistgelesene Artikel