| Kategorie: Abmahnungen

Bilder verschönern jedes Angebot und sprechen Kunden an. Doch darf man nicht jedes Bild frei verwenden, sonst verstößt man im schlimmsten Fall gegen Urheberrechte. Außerdem gibt es bei dem Handel mit E-Zigaretten eine Wartefrist, die nicht ignoriert werden darf.

© niroworld/shutterstock.com

Wer? PB-VIGoods (über Anka Rechtsanwälte)

Wie viel? 1029,35 Euro

Betroffene? Online-Händler

Was? Verstoß gegen Wartefrist bei E-Zigaretten

Händler von E-Zigaretten haben es nicht leicht. Verschiedene Gesetze sind hier zu beachten und stellen Haftungsrisiken dar. Immer wieder tauchen Abmahnungen zu diesem Thema auf. Dieses Mal, der Verstoß gegen die Wartefrist vor Beginn des Verkaufs eines neuen Produktes. Durch die Richtlinie, die in der Tabakerzeugnisverordnung umgesetzt wurde, haben Hersteller und Importeure sechs Monate vor dem Verkauf dies bei der zuständigen Behörde anzuzeigen. Erst nach Ablauf der Frist darf mit dem Verkauf begonnen werden. Im schlimmsten Fall kann dies auch zu einem Stopp der Importe führen. Daher ist insbesondere darauf zu achten, wann die entsprechende Meldung erfolgt ist.

Wer? Wicked Chili (über Kanzlei Dr.Schäfer)

Wie viel? 1248,53 Euro

Betroffene? Online-Händler

Was? Urheberrechtsverstöße

Schöne Bilder sind für eine Präsentation oft enorm entscheidend. Doch kann nicht jedes Bild genutzt werden. Auch wenn die Produktfotos noch so allgemein wirken, beispielsweise nur das Produkt vor einem weißen Hintergrund darstellen, genießen Fotos Urheberschutz und dürfen ohne Einwilligung des Fotografen oder Rechteinhabers nicht genutzt werden. Daher sollte immer genau darauf geachtet werden, ob das entsprechende Recht eingeräumt wurde. Schon die Abmahnkosten sind hoch, doch kann auch Schadensersatz gefordert werden, der sich schnell auf mehrere Tausend Euro belaufen kann. Auch in Anbetracht des Herbst-Updates von Ebay sollten Bildrechte nun im Fokus eines jeden Händlers stehen.

Wer? Schaldämmtechnologie GmbH (über die Kanzlei Gerstel)

Wie viel?----

Betroffene? Händler auf der Plattform Ebay

Was? Preisangaben ohne den Zusatz „inkl. MwSt.“

Wer hat sich als Kunde noch nicht über die Mehrwertsteuer geärgert und sich gewünscht das Produkt netto kaufen zu können. Klar ist Preiswerbung daher ein hochsensibler Bereich im Wettbewerb. Dies gilt umso mehr im Fernabsatzhandel, wo dem Verbraucher, anders als im stationären Handel, nicht ohne Weiteres die Möglichkeit eröffnet ist, das Verkaufspersonal zu fragen. Um vor bösen Überraschungen bei der Bestellung geschützt zu sein, müssen die Preise im gesamten Online-Shop als Bruttopreise angegeben werden. Bei Online-Angeboten ist darauf auch deutlich genug hinzuweisen. Dem wird man gerecht, wenn am Preis der Zusatz „inkl. MwSt.“ ergänzt wird. Insbesondere bei Ebay muss die Option daher aktiviert werden. Dies gilt auch, wenn es sich um ein Kleingewerbe handelt.

Geschrieben von Ivan Bremers
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