Digital Tech Newsflash: HoloLens kommt nach Deutschland | Unterseekabel von Google und Facebook | Google kauft Famebit | Tech-Milliarde: Wir leben in der Matrix | 11-Stunden-Kampf gegen Wasserkocher

Veröffentlicht: 13.10.2016 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 13.10.2016

Heute im Digital Tech Newsflash: Die HoloLens kommt nach Deutschland, Google und Facebook legen ein Kabel durch den Pazifik, Google will Youtube-Marketing verbessern, Milliardäre glauben an die Matrix und ein Mann beweist im Kampf mit einem Wasserkocher, dass „Smart“ Home noch Optimierungsbedarf hat.

Microsoft HoloLens

© Microsoft

Microsoft: Mixed-Reality-Brille HoloLens kommt nach Deutschland

Wer es bislang noch nicht mitbekommen hat: Neben VR ist auch AR, also Augmented Reality, ein Trend, der spätestens durch Pokémon Go auch beim Normalverbraucher angekommen ist. Bislang aber eher auf Smartphones. Microsofts Mixed-Reality-Brille (kann also VR und AR) soll das Erlebnis nun ungleich immersiver machen, Präsentationen und Previews waren fast durchweg überschwänglich. Ab November können Sie die Brille nun auch in Deutschland kaufen, zumindest, wenn der Chef ordentlich Weihnachtsgeld springen lässt: Die Commercial Suite, die sich auch der Otto-Normal-Verbraucher kaufen könnte, schlägt mit 5.489 Euro zu Buche. Wer also mit der HoloLens auf Pokémon-Jagd gehen wollte, muss schon sehr viel investieren. Aber der Preis suggeriert natürlich, dass die Brille nicht primär für Games und Unterhaltung gedacht ist, zumindest noch nicht. Die Anwendungsmöglichkeiten konzentrieren sich aktuell eher auf Unternehmen, Bildungszwecke oder medizinische Bereiche. In der kommenden Woche werden wir im Interview mit Microsoft näher auf mögliche Anwendungen – E-Commerce? Werbemöglichkeiten? – eingehen, aber natürlich auch nach praktikablen Consumer-Lösungen, Zukunftsplänen und, ja, Spielen fragen.

Google und Facebook beteiligen sich an Unterwasserkabel

Google und Facebook wollen schnelleres Internet in die Asien-Pazifik-Region bringen. Daher beteiligen sich beide an der Verlegung eines Unterseekabels zwischen Los Angeles und Hongkong. Das 12.800 Kilometer lange Kabel soll eine Verbindungsgeschwindigkeit von bis zu 120 Terabit pro Sekunde bieten, das bisherige Maximum liegt bei 60, so TechCrunch. Der Bau, den eine chinesische Firma durchführt, soll etwa 400 Millionen US-Dollar kosten. Das Kabel soll aus 5 doppelten Glasfasersträngen bestehen und jeder der Investoren soll einen eigenen Anteil der Glasfaserverbindungen haben. Fertig sein soll der Riesenschlauch 2018.

Youtube: Technologie-Plattform FameBit soll Videomacher und Marken verbinden

Google hat sich die Technologie-Plattform FameBit gesichert, um Youtube angesichts der wachsenden Video-Bedeutung von Facebook Marketing-freundlicher zu machen, wie u.a. Internet World berichtet. So soll langfristig die Anzahl von Markeninhalten steigen und damit mehr Umsatz generiert werden. Für Videomacher wird es mit der Technologie von FameBit einfacher, Videos zu monetarisieren, Marken und Agenturen sollen einfacher neue Partner gewinnen. FameBit arbeitet zunächst als eigenständiger Dienst weiter.

Elon Musk glaubt, dass wir in der Matrix leben

„Matrix“ – 1999 war der Film eine Sensation und ignoriert man seine Nachfolger, ist er das auch heute noch. Innovativ „borgte“ man sich Stil, Prämisse und Inhalt woanders und setzte es zu einem popkulturellen Paukenschlag zusammen. Es war ein Film über eine Welt, die nur eine Simulation ist, weil die Maschinen gewonnen haben und uns als Batterien benutzen. Naja, war trotzdem gut, auch wenn es natürlich ziemlicher Quatsch war, selbst wenn Philosophen und Wissenschaftler die Idee ernsthaft diskutieren. SpaceX-Gründer Elon Musk ist offenbar einer von zwei Tech-Milliardären, die tatsächlich davon überzeugt sind, dass wir in einer Matrix leben, schreibt zum Beispiel gulli.com. Sie sollen Millionen in Forscher investieren, die herausfinden sollen, ob es tatsächlich so ist bzw. wie wir ausbrechen können. Sam Altman, Präsident des Gründerzentrums Y Combinator glaubt zudem, dass wir unsere Gehirne irgendwann in die Cloud hochladen können. Ob wir dafür die blaue oder die rote Pille nehmen müssen, ist wohl noch nicht ganz klar.

Mann kämpft stundenlang gegen Wasserkocher

Das Internet of Things soll künftig alles einfacher, intuitiver und schneller machen. Dank Smart Home lässt sich alles zentral bedienen, per WiFi ein- und ausstellen, automatisieren und so weiter. Die aktuelle Realität ist eine andere, dies bewies nun auch ein Data-Spezialist bei Oracle. Also ein Mann, der sich mit Technik durchaus auskennt! Mark Rittman wollte mit einem vermeintlich smarten Wasserkocher einfach nur Wasser kochen. Das gelang ihm auch – nach 11 Stunden… Endloses Debugging und ein WiFi-Reset führten irgendwann zum Erfolg. Sein Spießrutenlauf wurde vom twitter-ccount @internetofshit festgehalten. Beim Abendessen ging dann allerdings das Licht aus, weil die smarten Lampen ein Firmware-Update durchführten. Das abstruse Beispiel belegt einmal mehr, dass Smart Home noch einen weiten Weg vor sich hat – und dass WLAN-fähige Haushaltsgeräte nicht automatisch der Weisheit letzter Schluss sind. Rittman hat sich das Wasser zwischenzeitlich übrigens einfach im Topf erhitzt, das ging schneller.

 

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