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15.10.2018 – Facebook-Hack: Sensible Daten entwendet | Ralf Dümmel kritisiert Verbraucherschützer | Alipay hält sich in Europa zurück

Veröffentlicht: 15.10.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 15.10.2018

Beim jüngsten Facebook-Hack waren offenbar weniger Nutzerkonten als bisher angenommen betroffen, allerdings wurden auch sensible Daten abgeschöpft. Ralf Dümmel hat unterdessen die Verbraucherschützer kritisiert und Alipay hält sich in Europa zurück. 

Facebook-Logo mit Fingerabdrücken und Schlössern
© TY Lim / Shutterstock.com

Facebook-Hack: Angreifer haben sensible Daten gestohlen

Vor rund zwei Wochen wurde ein erneuter Hacker-Angriff auf Facebook bekannt. 50 Millionen Nutzerkonten sollten nach damaligen Kenntnisstand von der Sicherheitslücke betroffen gewesen sein (wir berichteten). Wie Facebook nun aber in einem Update zu dem Hack mitteilte, liege die Zahl der betroffenen Nutzer nach aktuellen Erkenntnissen „nur“ bei 30 Millionen. Wie Produktchef Guy Rosen laut Heise Online zudem einräumte, seien „von einem großen Teil dieser Nutzer auch sensible private Informationen entwendet“ worden. Insgesamt sollen die Angreifer von 14 Millionen Nutzern Daten wie etwa Kontaktdaten, Angaben zum Geschlecht, Sprache, Beziehungsstatus, Religion, Heimatstadt, Wohnort, Geburtsdatum, Ausbildung und Beruf erlangt haben. Facebook kooperiere nun mit dem FBI, um die Täter hinter dem Hack zu ermitteln. Die irische Datenschutzbehörde, mit der das Unternehmen ebenfalls eng zusammenarbeitet, schätzt, dass rund ein Zehntel der betroffenen Nutzer aus der EU stammen.

Höhle der Löwen: Ralf Dümmel schießt gegen Verbraucherschützer

„Tricks und Merkwürdigkeiten“ unterstellten die Verbraucherschützer der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen jüngst dem Handel mit Produkten aus der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“. Die Produkte seien ihrer Meinung nach überteuert, nur um später auf Wühltischen „verschleudert“ zu werden (wir berichteten). Nun hat sich DHDL-Investor Ralf Dümmel zu diesen Aussagen zu Wort gemeldet – und zeigt sich, wie er selbst im Interview mit RP Online sagt, „wahnsinnig enttäuscht, weil ich die Verbraucherzentrale für seriös gehalten habe“. Die Kritik an der Preisentwicklung der Produkte kann Dümmel nicht begreifen. „Willkommen in der Marktwirtschaft!“, so der Investor und weiter noch: „Niemand macht ein Geheimnis daraus, dass es Produkte gibt, die nicht funktionieren. Soll man die Produkte in die Elbe kippen? Das ist doch geschäftlich völlig normal, dass man Waren auch mal reduziert.“

Mobiles Bezahlen: Alipay scheut den Konkurrenzkampf in Europa

Google und Apple rollen endlich ihre mobilen Bezahldienste Google Pay und ApplePay in Europa aus – und der chinesische Payment-Anbieter Alipay will den beiden US-Konzernen offenbar fern bleiben. Wie die FAZ berichtet, wolle das Unternehmen, dass 700 Millionen Nutzer habe, sich auf die lokalen Märkte in der Nachbarschaft Chinas konzentrieren. „Alipay expandiert mit lokalen E-Wallet-Lösungen in Süd- und Südostasien, in Indien, Thailand oder den Philippinen“, so Roland Palmer, Chef von Alipay in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten. „Mit diesen Lösungen sind wir derzeit in neun Märkten außerhalb Chinas vertreten. In Europa planen wir das für die absehbaren Zukunft nicht.“ In Deutschland bieten immer mehr Geschäfte die Zahlung mit Alipay an, doch für die Nutzung ist ein chinesisches Bankkonto Voraussetzung – womit die Zahlung mit Alipay in der Regel nur für chinesische Touristen möglich ist.

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