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Der frühe Vogel

Liebe statt f***en: Die beliebtesten Passwörter der Deutschen

Veröffentlicht: 17.12.2020 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 17.12.2020
Zettel auf Tastatur mit Passwort

Sicherheit im Netz ist stets ein hohes Gut – und wurde in diesem Jahr noch wichtiger, da aufgrund der Pandemie viele zuhause oder remote arbeiten. Unternehmen mussten oft schnell reagieren und Möglichkeiten über gegebenenfalls auch unsichere Dienste bereitstellen, um die Angestellten miteinander zu verbinden. „Ein Risikofaktor, der angesichts des Homeoffice-Trends nochmals an Bedeutung gewinnt, ist die weit verbreitete Verwendung schwacher Passwörter“, so Professor Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Institut, welches jedes Jahr die meistgenutzten Passwörter der Deutschen untersucht. Grundlage der Erhebung sind in diesem Jahr 3,1 Millionen Zugangsdaten, die auf E-Mail-Adressen mit .de-Domäne registriert sind und 2020 geleakt wurden. 

Dabei bleiben sich die Deutschen mit der Verwendung der nur allzu bekannten Zahlenabfolge „123456“ oder „passwort“ etwa im Vergleich zum Jahr 2018 auch treu. Immerhin eine Neuerung lässt sich erkennen: Statt „ficken“ taucht jetzt „ichliebedich“ in der Liste auf: 

Top Ten deutscher Passwörter:

  1. 123456 
  2. 123456789 
  3. passwort 
  4. hallo123 
  5. 12345678 
  6. ichliebedich 
  7. 1234567 
  8. 1234567890
  9. lol123 
  10. 12345 

Mit solchen Passwörtern werden die eigenen Daten oder die eines Unternehmens nicht wirksam geschützt, warnt Meinel. Empfehlenswert sind lange Passwörter mit über 15 Zeichen aller Art (Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen), und keine Wörter, die im Wörterbuch stehen. Zudem sollte nicht dasselbe bzw. ein ähnliches Passwort nicht bei unterschiedlichen Diensten genutzt und stattdessen stetig geändert werden, auch 2-Faktor-Authentifizierung verschafft zusätzliche Sicherheit.

Douglas will trotz Lockdown Filialen öffnen

Um die Infektionszahlen zu reduzieren, gilt seit Mitte der Woche bundesweit erneut ein Lockdown, mit dem wie im Frühjahr auch Geschäftsschließungen des nicht systemrelevanten Einzelhandels verbunden sind. Die Parfümeriekette Douglas erklärte nun, dass sie knapp ein Viertel der Filialen nicht schließen wolle. In den Läden würden auch Drogerieartikel verkauft, weshalb diese geöffnet bleiben müssten, heißt es zur Begründung: „In diesen Filialen bieten wir den Großteil des klassischen Drogeriesortiments an: Körperpflegeprodukte wie Cremes, Shampoo, Seife, Deodorants, Make-up, Parfüms und Hygieneprodukte“, zitieren der Spiegel/dpa eine Unternehmenssprecherin.  

Dies kritisierten Gewerkschafter: „Wer den dringenden Lockdown und das erlaubte Weiterführen bestimmter Geschäfte auf solche Weise fehlinterpretiert, macht sich nicht nur unglaubwürdig“, so Bernhard Schiederig, Fachbereichsleiter Handel bei Ver.di Hessen. 

Update: Douglas schließt nun doch sämtliche Filialen. Wie das Redakionsnetzwerk Deutschland berichtet, reagiert das Unternehmen damit auf die Tatsache, dass die Öffnung für viele Menschen nicht nachvollziehbar gewesen sei. „Ab heute bleiben alle unsere deutschen Filialen daher bis auf Weiteres geschlossen“, erklärte Douglas-Chefin Tina Müller. Zudem bittet sie „diejenigen um Entschuldigung, die wir mit unserem Vorgehen befremdet oder vor den Kopf gestoßen haben“.

Klarna bietet mit Verifone Smartphone-Zahlung für den stationären Handel

Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna weitet sein Angebot auch auf das stationäre Geschäft aus und kooperiert dafür mit dem Anbieter von Kartenlesegeräten Verifone, wie das Handelsblatt meldet: Händler, die entsprechende Kartenterminals nutzen, könnten dann dank Klarna die Zahlung per Smartphone anbieten. Dafür erscheint auf dem Display des Geräts ein QR-Code, nach dessen Scan mit dem Handy die Zahlung per Rechnung oder auf Raten getätigt werden kann. Damit die Händler diese Zahlungsart anbieten können, müssen sie einen zusätzlichen Vertrag mit Verifone schließen. 

Bereits Mitte 2019 hatte Klarna den Vorstoß in den deutschen stationären Handel gewagt. Der Zahlungsdienst muss sich nun auch gegen Google Pay und Apple Pay behaupten, die bereits kontaktlose Zahlungen per Bank- und Kreditkarte über die NFC-Technik anbieten und dafür mit verschiedenen Geldinstituten kooperieren. 

Über die Autorin

Hanna Behn Expertin für: Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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