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Zahlung per Smartphone

Klarna weitet Service auf stationären Handel in Deutschland aus

Veröffentlicht: 15.08.2019 | Autor: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 15.08.2019
Hinweisschild an der Kasse

Erst jüngst gab Klarna bekannt, dass sie mit ihrem Wert von 5,5 Milliarden US-Dollar aktuell „zu den am höchsten bewerteten Fintechs weltweit“ gehören und sich verstärkt dem US-Markt zuwenden wollen. Doch aktuell hat der schwedische Zahlungsanbieter mit seinem Angebot die deutschen und österreichischen Einzelhändler im Blick, denn unter dem dem Label „Klarna Instore“ stellt das Unternehmen seine Zahlungsservices für den stationären Handel nun auch hier zur Verfügung.

Im Frühjahr hatte Klarna in Deutschland seine eigene Kreditkarte gelauncht. Dies sei ein erster Schritt gewesen, um typische Online-Zahlmethoden hier auch offline zur Verfügung zu stellen, so Robert Bueninck, Geschäftsführer DACH von Klarna in einer Unternehmensmitteilung. Der Payment-Anbieter verfolge die eigene Omnichannel-Strategie mit „Klarna Instore“ nun „konsequent weiter“, heißt es.

Zahlung erfolgt via Smartphone 

Für den Rechnungs- oder Ratenkauf im Laden ist lediglich ein Smartphone erforderlich, auch müssen die Kunden in diesem Fall volljährig sein. Allerdings ist es nicht notwendig, dass der Verbraucher für die Zahlung extra die Klarna-App herunterlädt. Stattdessen kann der Händler über eine Klarna-Händler-App, aber auch über das Kassensystem, einen Zahlungslink generieren, welcher dann zur Zahlungsseite führe. Der Link wird dem Kunden per Mail, QR-Code oder SMS übermittelt, der Kunde wählt daraufhin seine gewünschte Zahlungsart und gibt anschließend seine Anschrift, E-Mail Adresse, Telefonnummer und das Geburtsdatum an. Sind diese Daten eingetragen, wäre auch der Bezahlvorgang abgeschlossen. 

60 Prozent mehr Umsatz für Händler durch erweiterte Zahlungsoptionen

In den USA, Großbritannien, Skandinavien und den Niederlanden hatte Klarna das Angebot bereits eingeführt, erstmals gab das Unternehmen die Pläne dazu im Frühjahr 2016 bekannt. Mittlerweile sei der Klarna-Service bereits in über 6.700 Läden verfügbar. Jüngst kündigte H&M an, dass sie in den USA künftig u. a. auch das stationäre Bezahlmodell von Klarna nutzen wollen. In Deutschland wolle Klarna eigenen Angaben zufolge zunächst mit Sennheiser, NA-KD und UZWEI zusammenarbeiten und hier die Offline-Zahlung einführen.

Für Händler würde die Erweiterung der Offline-Zahloptionen, wie man sie auch vom Online-Shopping kenne, Vorteile bringen. So wären laut einer Studie, auf die Klarna im Zuge der Meldung verweist, 20 Prozent der Deutschen bereit, einen Einkauf im Laden auf Raten zu zahlen. Rund ein Drittel würde den Kauf abschließen, weil sie bereits Erfahrung mit dieser Zahlungsmethode gemacht haben. „Umsatzsteigerungen bis zu 60 Prozent konnten bereits in ersten Pilottests mit Klarna Instore erzielt werden“, so Robert Bueninck.

Über den Autor

Hanna Behn Experte für Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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