Kuriose Produkte im E-Commerce

Homeoffice-Spielset für Kinder und Sonys Hals-Hufeisen für die Video-Konferenz

Veröffentlicht: 09.07.2021 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 09.07.2021
Kinder vor Laptop

Inzwischen kehren die Menschen wieder in die Firmen-Büros zurück und verlassen das mehr oder weniger schlimme Arbeitsumfeld im Homeoffice, bestehend aus leidigen Video-Konferenzen und Co. Kinder haben es da leichter: Sie können bei der „Arbeit“ im Homeoffice machen, was sie wollen – mit dem entsprechenden Spielzeug-Set von FisherPrice. Das achtteilige Set ist für Kinder zwischen drei und sechs Jahren gedacht und umfasst Laptop, Smartphone, Headset, Kaffeetasse und sogar vier „Apps“ – kleine Stoff-Plaketten (u. a. mit Katzenbildchen), die das Büro-Kind an den Bildschirm pappen soll. Preis für das Kinderarbeit-Paket: rund 25 US-Dollar. „Mit dem Fisher-Price My Home Office Set ist Ihr Vorschulkind der Chef seines eigenen Arbeitsplatzes... zu Hause, im örtlichen Café oder auf dem Mond“, wirbt der Anbieter. Hoffentlich keine Anspielung auf den umstrittenenen Amazon-Chef Jeff Bezos, der ja bald in diese Richtung abhebt.

Homeoffice-Spielzeug – für die Katz’

Apropos Amazon: Die Amazon-Rezensenten sind eher geteilter Meinung. Bei einem Nutzer hilft das Spielzeug immerhin, seine Katze abzulenken: „Von zu Hause aus zu arbeiten, ist mit meiner Katze fast unmöglich gewesen. Ich musste eine Lösung finden. Ich hätte nie erwartet, dass es so gut funktioniert!!“ Andere kritisieren aber unter anderem die schlechte Qualität des Materials. Das Smartphone ist ein Holzklotz, dazu billiges Plastik. Die „Apps“ würden nicht auf dem Bildschirm haften – wie soll das Kind so arbeiten, fragt man sich. Trotzdem erhält das Einführungs-Set für die Mini-Bürowelt immerhin insgesamt vier von fünf Sternen.

„Fisher-Price hat unsere Hölle der Tele-Arbeit in ein Spielzeug verwandelt“

Andere sind noch empörter über das Spielzeug, schießen dabei mit ihrer Kritik aber hoch hinaus. „Fisher-Price hat unsere Hölle der Tele-Arbeit in ein Spielzeug verwandelt“, wettert der Blogger Rob Walker. „Früher konnten Kinder vorgeben, ein Astronaut oder ein Superheld zu sein, bevor das Bildungssystem sie von all ihren Träumen abbrachte. Jetzt soll ein Spielzeug, das vom Covid-19-Telearbeitsboom inspiriert ist, den Kindern beibringen, einfach weiterzumachen und von einem seelenlosen Leben mit Slack-Geplänkel und Zoom-Meetings zu fantasieren.“ Das ist dann analytisch doch sehr dick aufgetragen – vielleicht bekommt dem Autor aber auch sein eigenes echtes Homeoffice nicht so gut.

Sonys Hufeisen-Lautsprecher für den Hals

SRS NB10 von Sony Lifestyle 6 1

In diesem Fall könnte ihm aber ein neues Gimmick von Sony helfen: Einen Lautsprecher, den man einfach um den Hals hängen kann und so bei Video-Konferenzen immer mehr oder weniger smart aussieht. Der „Nackenbügel-Lautsprecher SRS-NB10“ läuft über Bluetooth und könnte auch als leicht fehldesigntes Schmuckstück durchgehen. „Der SRS-NB10 ist perfekt auf Online-Konferenzen zugeschnitten und trägt dazu bei, dass jedes Meeting reibungslos verläuft. Auch wenn andere Personen im Raum sind, kann der Nutzer jedes Wort seiner Gesprächsteilnehmer gut verstehen, ohne die Lautstärke hochdrehen zu müssen“, heißt es. Durch seinen Spritzwasserschutz kann das Sound-Halsband etwa auch bei anderen Tätigkeiten getragen werden kann, etwa zum Musikhören beim abendlichen Kochen oder Abwaschen. Sonys Hals-Hufeisen zum Hören gibt es in Anthrazit oder Weiß ab September 2021 zu kaufen, Preis: 150 Euro. Wer auch ohne den Sony-Schallwandler in Online-Meetings punkten will, findet in diesem Beitrag jede Menge Tipps einer Videokonferenz-Trainerin.

In vorherigen Teilen unserer Reihe „Kuriose Produkte im E-Commerce“ haben wir unter anderem über das fahrende Homeoffice, eine Hightech-Gesichtsmaske und einen smarten Fenstergriff berichtet.

Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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