
Eine Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg kommt zu dem Ergebnis, dass Retourenquoten im Auslandsgeschäft niedriger sind als in Deutschland. Die durchschnittliche Retourenquote liege bei den in Deutschland befragten Händlern für Deutschland bei über sechs Prozent, im Ausland aber nur bei 3,8 Prozent, berichtet Fashion United.
China und Italien haben geringste Retourenquote
Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Ländern: China und Italien retournieren mit einer Quote von 2,9 Prozent am wenigsten. Österreich, die Niederlande, die Schweiz, Großbritannien und Frankreich liegen bei Retourenquoten zwischen 5,6 und 3,4 Prozent. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass die Studie weder nach Branchen noch nach dem Verkauf von B2C und B2B unterscheidet. Im Modehandel etwa sind Retourenquoten im Schnitt deutlich höher. Im B2B-Bereich sind die Quoten generell vergleichsweise gering.
Kostenlose Retoure im Ausland nicht üblich
Die Gründe für die vergleichsweise geringere Zahl an Rücksendungen liegen auch in unterschiedlichen Präferenzen in den Ländern. Die kostenlose Retoure zum Beispiel, die in Deutschland quasi zum Standard gehört, ist in anderen Ländern vollkommen unüblich. Bei kostenpflichtiger Rücksendung überlegt sich der Kunde, ob er ein Paket wieder zurückschickt oder nicht. Auch die Zahlweise beeinflusse die Retourenquote, heißt es in der Studie. Die Bestellung auf Rechnung ist in Ländern wie Frankreich kaum bekannt.
Höhere Retourenquoten – etwa aufgrund der kostenlosen Rücksendeoption – sehen die Studienautoren kritisch. Für Händler und auch für die Umwelt sind diese schließlich keineswegs kostenlos. Es bedürfe daher weiterer Prozessoptimierungen im Retourenmanagement. Umweltauswirkungen und Kosten müssen weiter reduziert werden, um den CO2-Abdruck der Branche zu senken. Weniger unnötige Retouren könnten ihren Teil dazu beitragen.
Die Corona-Pandemie leistet an dieser Stelle interessanterweise offenbar einen positiven Beitrag. Die Otto Group hat festgestellt, dass die Sortimentsverschiebung der vergangenen Monate – bewusst und bedarfsgerecht statt spontan und teuer – zu deutlich gesunkenen Retourenquoten geführt hat. Ob das Kaufverhalten auch über die Coronakrise hinaus so bleibt, muss sich allerdings erst zeigen.
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Kommentare
Und kostenloser Rückversand müsste schon der Umwelt zuliebe verboten sein.Wahrschein lich ginge die Rücksendequote gegen null zurück.
Der Kunde löst mit seiner Bestellung Kosten für den Händler aus, und keiner weiß, warum der Kunde dafür nicht auch aufkommen soll.
Falls es dem Kunden nicht gefällt kann er auch gerne Stationär vorbeikommen und kaufen.
Aber für die Kosten, die er bei seinem Bestellvorgang auslöst, soll er auch aufkommen, denn wir haben bei einer Retoure auch nichts verdient, im Gegenteil wir legen drauf.
So schränkt man die Retouren Quote ein. Und König Kunde überlegt vielleicht auch 2 mal was er tut.Umsichtiges und faires Handeln.
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Antwort der Redaktion
Hallo Klaus,
im Rahmen der Widerrufsbelehr ung kann der Händler dem Kunden die Kosten der Retour auferlegen. Für die Rücksendekosten muss der Händler nur dann aufkommen, wenn das Produkt mangelhaft ist.
Mit besten Grüßen
die Redaktion
Unsere Rückgabe Quote beträgt unter 1 Promille bei 30.000
Paketen im Jahr.
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