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Kommentar

Klarna – Schrulliger geht’s kaum noch. Ein Werbeschmaus!

Veröffentlicht: 11.09.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 11.09.2019
Celeste Barber in Klarnas neuem Werbespot

Traditionellerweise wird das Thema Payment recht seriös angegangen. Kein Wunder: Schließlich geht es um das liebe Geld. Und beim Geld hört die Freundschaft und natürlich auch der Spaß auf, oder?! Doch Klarna scheint das Memo zur Seriosität – mal wieder – nicht erhalten zu haben. Denn auch der neueste Spot des Zahlungsdienstleisters kann weder als zurückhaltend noch als nüchtern oder schlicht beschrieben werden. Ganz im Gegenteil!

Celeste Barber: Die Mutter aller Peinlichkeiten

Klarna hat mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut und ein phänomenal schrulliges Meisterwerk aus dem Werbehut gezaubert: Im Mittelpunkt steht die US-amerikanische Komikerin Celeste Barber. Diese ist für ihre wenig zurückhaltenden und überspitzten Instagram-Beiträge bekannt, auf denen sie Modelfotos nachstellt. Dabei führt sie vor Augen, wie „normale“ Frauen in überkandidelten Modelposen aussehen: mit kleinen Fettpölsterchen, Bindegewebsschwächen und Fältchen. 

CelesteBarber Instagram Screenshot Posts

Indem sie sich anscheinend völlig schamfrei – im besten Sinne des Wortes!!! – in ihrer körperlichen Pracht präsentiert, hält sie vor Augen, dass die medialen Vorbilder nur überzeichnete und unerreichbare Vorstellungen von Äußerlichkeit übermitteln. Kurz gesagt: Celeste Barber nutzt das Potenzial von Peinlichkeit, um zu zeigen, wie unecht die Welt der Models ist.

Und genau diese Social-Media-Ikone, die uns allen – also den faltigen, speckgepolsterten, angeblich fehlerbehafteten Frauen dieser Welt – zeigt, dass äußerliche „Mängel“ etwas vollkommen Normales sind, hat sich Klarna nun für seine neueste Video-Kampagne geschnappt.

Barbusige Barber tänzelt oben ohne für Klarna

In insgesamt drei Spots führt Celeste als skurril gekleidete Gastgeberin einer inszenierten Show verschiedene Möglichkeiten vor Augen, welche Dinge bei einem Online-Shopping-Bummel schiefgehen können: Von winzigen Gartenstühlchen, durchsichtigen Hochzeitskleidern oder brennenden Haartrocknern ist hier die Rede. Das Fazit und Motto dieser Shows: „I Wish I’d Bought It With Klarna“, also „Ich wünschte, ich hätte es mit Klarna gekauft“. 

An Farbenpracht und überbordender Skurrilität sind die Videos kaum zu schlagen. Und das ist auch gut so. Denn damit bringt Klarna nicht nur frischen Wind in die Payment-Welt, sondern zeigt auch, dass gute Werbung nicht zwangsläufig seriös sein muss. Selbst eine halbnackte Social-Media-Göttin in grotesk-bunten Szenerien kann dann für einen Zahlungsdienst werben. Absolut fantastisch! Bitte mehr davon!

Übrigens: Auch in der Vergangenheit hat Klarna schon mit kuriosen Videos für Aufsehen gesorgt: Stifte in Pudding, geföhnte Hunde oder Nasen in Strumpfhosen wurden gezeigt. Nicht zuletzt engagierte das Unternehmen sogar das Rap-Urgestein Snoop Dogg, um ihn in einem langhaarigen Mantel durch eine haarig-bürstige „Waschanlage“ zu schicken. Ebenfalls sehenswert!

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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