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Bundesrat stimmt Hilfspaket zu

Coronakrise: In fast allen Bundesländern kann man nun die Soforthilfen beantragen

Veröffentlicht: 27.03.2020 | Autor: Patrick Schwalger | Letzte Aktualisierung: 27.03.2020
Mann schaut auf Anträge

Jetzt ist es offiziell: Der Bundesrat hat in seiner Sondersitzung am 27. März das beispiellose Hilfspaket der Bundesregierung angenommen. Damit ist der parlamentarische Prozess beendet und Bundestag sowie Bundesrat haben die Pläne der Regierung gebildet. Die Zustimmung der Kammern galt als Formsache.

In fast allen Bundesländern können schon Anträge auf Soforthilfen gestellt werden

Fast alle Bundesländer haben bereits die Möglichkeit geschaffen, die von der Regierung beschlossenen Bundesmittel zu beantragen. Teilweise gibt es auch Soforthilfen, die aus Landesmitteln kommen, teilweise stocken die Länder aber auch die Bundesmittel auf. Seit Mittwoch konnte man die Soforthilfen bereits in Bayern, Bremen, Thüringen, Saarland, Brandenburg, Niedersachsen und Baden-Württemberg beantragen. 

Ab heute, dem 27. März, kann man in vier weiteren Bundesländern die Anträge stellen. Dazu gehören Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. In der nächsten Woche werden die Soforthilfen auch in Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt beantragbar sein. Das einzige Bundesland, das bisher noch nicht kommuniziert hat, wann und wie es die nicht rückzahlbaren Soforthilfen bereitstellen wird, ist Sachsen. Es ist zu erwarten, dass jedoch auch dort die Bundesmittel ab nächster Woche verfügbar sein werden. 

Informationen zur Antragsstellung

Detaillierte Angaben dazu, wo man in jedem Bundesland Soforthilfen beantragen kann, haben wir in einem Artikel übersichtlich zusammengestellt. Dort gelangen Sie über Links zu den jeweiligen Behörden, die die Anträge annehmen. Der Händlerbund hat eine Broschüre erstellt, in der Sie ebenfalls Informationen über Soforthilfen in den Bundesländern bekommen und außerdem zu weiteren Hilfsangebote wie Darlehen, Bürgschaften oder steuerlichen Hilfen weitergeleitet werden. 

Über den Autor

Patrick Schwalger Experte für EU- und Bundespolitik

Patrick ist Politik-Experte beim Händlerbund und schreibt regelmäßig als Gastautor auf OHN. Er hat in verschiedenen politischen Kontexten in Brüssel und Köln gearbeitet und kennt die Politik von allen Seiten. Für den Händlerbund bearbeitet er die politischen Entwicklungen, die den Online-Handel bewegen und informiert darüber auf OHN.

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Kommentare  

#3 Werner Shulz 2020-04-15 08:34
google
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#2 Fabian Fromknecht 2020-03-30 10:03
Im Antragsformular findet man im kleingedruckten unter anderem diesen Hinweis.
"Ein schlichter Verweis auf die Corona-Pandemie ist kein ausreichender Grund für eine Förderung. Bitte nutzen Sie die FAQs auf der Internetseite des Wirtschaftsmini steriums als Ausfüllhilfe."

Das heißt für mich, dass man erstmal alles ersparte aufbrauchen muss bis man die Soforthilfe bekommt.
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#1 Jürgen 2020-03-30 09:22
Gefördert werden die, die eigentlich schon insolvent sind. Alle anderen dürfen erst einmal ihre Rücklagen aufbrauchen. Dann ist die Förderung allerdings wohl nicht mehr möglich.
Und warum wird die Förderung eigentlich an den Mitarbeitern festgemacht? Die sind schon über die Kurzarbeit abgesichert und haben mit den anderen Kosten meist wenig zu tun.
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