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Konjunkturpaket

Drogeriekette dm will Mehrwertsteuersenkung an Kunden weitergeben

Veröffentlicht: 19.06.2020 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 19.06.2020
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Die Mehrwertsteuersenkung hat das Thema Corona aktuell als Dauerbrenner in den Medien ein Stück weit abgelöst. Seit dem Beschluss der Bundesregierung, ab Juli den Mehrwertsteuersätze von 19 auf 16 Prozent und von 7 auf 5 Prozent für die kommenden sechs Monate zu senken, sorgt dieser für viel Aufregung im Handel. Vor allem, ob und wie die Reduzierung an die Kunden weitergeben wird, darüber sind sich sowohl stationäre als auch Online-Händler noch uneinig. Die Drogeriemarktkette dm hat sich nun für einen Weg entschieden, der den Konsumenten gefallen dürfte.

dm zeigt sich kundenfreundlich

Der Konzern wird die Mehrwertsteuersenkung Artikel für Artikel komplett an die Kunden weitergeben. Ab dem 1. Juli bis zum 31. Dezember gewährt der Drogeriemarkt den entsprechenden Rabatt auf den Einkauf. Dieser Beschluss gilt sowohl für Einkäufe in den stationären Läden als auch für den Online-Shop. „Diese auf die Mehrwertsteuer bezogenen Rabatte bilden die Basis der Rabatt- respektive Punkte-Vergünstigungen”, schreibt die Internetworld zu den Maßnahmen.

Außerdem plant dm, seine Dauerpreis-Garantie von vormals vier auf jetzt sechs Monate auszuweiten. Die Preissenkungen sollen so transparent und für jeden Kunden ersichtlich auf dem Kassenbon ausgezeichnet werden. „Der Dauerpreis und das Rabattmodell machen im Gegensatz zu Aktionspreisen die tatsächliche Weitergabe der Mehrwertsteuersenkung nachvollziehbar”, erklärt Christoph Werner, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung. „Wir hoffen, auf diese Weise die Absicht der Bundesregierung, die Nachfrage in Deutschland durch günstigere Preise zu aktivieren, unterstützen zu können.”

Technisch gut aufgestellt

Die geplante Senkung des Mehrwertsteuersatzes hat vor allem bei den stationären Händlern für viel Aufregung gesorgt. Sie sehen sich gegenüber den Online-Händlern im Nachteil, da sie zusätzliche Kosten durch die Umstellung von Kassensystemen und dem Austauschen von Preisschildern hätten. Im E-Commerce fallen diese Kosten nicht an. Dm sieht darin kein großes Problem, man habe die technischen Voraussetzungen, um die Senkung der Mehrwertsteuer ohne übermäßigen Aufwand an die Kunden weitergeben zu können.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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