Sieben Minuten Lieferzeit

Delivery Hero kommt zurück nach Deutschland

Veröffentlicht: 12.05.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 14.05.2021
Delivery Hero Logo auf einem Smartphone

Delivery Hero sorgte vor etwas über zwei Jahren für einiges Aufsehen, als das Unternehmen sein Deutschland-Geschäft an den niederländischen Konkurrenten Takeaway veräußerte. Abgesehen von der Tatsache, dass es sich bei Delivery Hero um ein aus Berlin stammendes Unternehmen handelt, war es zudem im Dax gelistet – und damit ein an der deutschen Börse notiertes Unternehmen ohne eigene Aktivitäten in Deutschland.

Zwischenzeitlich konzentrierte sich Delivery Hero auf andere Märkte, vor allem im südostasiatischen Raum. Doch nun will der Essenslieferdienst offenbar wieder sein Glück auf deutschem Boden versuchen, wie Reuters berichtet. Bereits im Juni soll über die Marke Foodpanda, die in Asien weit verbreitet ist, ein „Soft“-Launch in Berlin erfolgen. Im August plant Delivery Hero dann einen größeren Rollout in Deutschland. 

Foodpanda verspricht Lieferungen in sieben Minuten

Dabei soll Foodpanda die Konkurrenten im Markt direkt angreifen: Der Dienst stellt Lieferzeiten von sieben Minuten in Aussicht, wenn die Kunden per Smartphone-App bestellen. Lieferservices wie beispielsweise Gorillas versprechen Lieferungen in zehn Minuten. Delivery Hero kehrt also mit einer Kampfansage in den deutschen Markt zurück.

„Wir haben den Eindruck, dass das Angebot in Deutschland in den letzten zwei Jahren nicht besser geworden ist – stellenweise sogar ein bisschen schlechter“, so Delivery-Hero-Gründer Niklas Östberg gegenüber Reuters. „Wir denken, unser Service ist sehr, sehr gut geworden.“ Langfristig könne das Angebot von Delivery Hero die Marktführerschaft übernehmen, so Östberg weiter. 

Delivery Hero will den besten Service bieten

Das Angebot von Delivery Hero umfasst sowohl Lieferungen von Essen aus Restaurants als auch einen sogenannten Quick-Commerce-Service, bei dem Produkte aus lokalen Warenlagern und auch Geschäften zum Kunden geliefert werden. Dieser Bereich ist allerdings noch lange nicht profitabel, sondern steckt tief in den roten Zahlen. Doch Östberg zeige sich zuversichtlich, dass Delivery Hero hier mit Supermärkten konkurrieren könne. 

Vorerst gehe es aber nicht darum, schnell durch Marketing-Aktionen Marktanteile abzugreifen, sondern den besten Service aufzubauen, betont der Delivery-Hero-Chef. „Ich wäre super-super glücklich, wenn die Menschen wiederkommen und sagen: Ich liebe diesen Service – er ist so viel besser als alles, was ich bisher ausprobiert habe“, so Östberg.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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