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Plattform für Händler

Otto will später auch kleinere Händler anbinden

Veröffentlicht: 20.08.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 20.08.2019
Zentrale von Otto

Otto sieht sich längst nicht mehr als reiner Online-Händler, sondern entwickelt sich mehr und mehr zu einer Online-Plattform. In einem Interview mit dem Tagesspiegel betonte Otto-Vorstand Marc Opelt die Pläne: „In den vergangenen Monaten haben wir 450 Marken neu angebunden. Das hätten auch gerne mehr sein können. Aber wir sind dabei, das Onboarding zu automatisieren.“ 

Man arbeite darauf hin, dass Händler künftig in der Lage sein werden, sich über einen Self-Service auf der Otto-Plattform einzuklinken und dort ihre Produkte zu präsentieren. Die neuen Prozesse sollen ab Anfang des nächsten Jahres greifen und das Wachstum entsprechend beschleunigen. Und die Ziele sind hoch gesteckt: Bis 2020 sollen es 3.000 angeschlossene Händler sein.

Otto: Bis zu 100 Kooperationsanfragen am Tag

Dass otto.de für Händler eine attraktive Plattform darstellt, dürfte außer Frage stehen. „Mit durchschnittlich 1,6 Millionen Besuchern ist unser Onlineshop selbstverständlich eine attraktive Plattform, um zusätzliche Reichweite zu generieren“, sagt Opelt. Kein Wunder also, dass Otto pro Tag bis zu 100 Kooperationsanfragen erhält – und zwar nicht nur von großen Markenherstellern und Händler, sondern auch von kleineren Akteuren aus dem Markt.

Besonders kleinere Händler dürften auf eine Partnerschaft hoffen. Auf die Frage, ob Otto nur die großen Firmen oder auch kleine Amazon-Seller aufnehmen werde, antwortete der Otto-Vorstand, dass man sich anfangs wohl eher den größeren Kooperationspartnern widmen werde, „die etwa einen eigenen Auftritt als Verkäufer zum Endkunden haben, ihre Versandstandorte in Deutschland betreiben und über eine deutsche Umsatzsteuer-ID verfügen“. Dennoch soll das Händler-Repertoire später auch erweitert werden: „Danach werden wir sukzessive auch kleinere Händler anbinden“, zitiert der Tagesspiegel weiter.

Otto rückt stationäre Einkaufszentren in den Blick

Die Entwicklung hin zu einer riesigen Online-Plattform zeigt sich nicht zuletzt auch in der kürzlich eingegangenen Kooperation: Erst vor wenigen Tagen hatte Otto beispielsweise eine neue Partnerschaft mit ECE, dem Betreiber von Einkaufszentren, bekannt gegeben. Im Rahmen der Zusammenarbeit will Otto stationären Händlern dabei helfen, sich zu digitalisieren. Dabei sollen Produkte der stationären Händler in die Plattform eingebunden und präsentiert werden. In einem zweiten Schritt wolle man es den Kunden ermöglichen, die Wunschprodukte zu reservieren und diese später sogar liefern.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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Kommentare  

#2 markomedia24 2019-08-24 14:24
RICHTIG, dass das meiste Geld ohnehin schon an eBay, Amazon und Co gehen! Otto ist sicherlich eine Gute Plattform, doch in den vergangen Jahren hat OTTO schon einige Händler auf Ihrer Plattform eingebunden und dass mit saftigen Gebühren, so das hier nur Namhafte Händler verkaufen können! Wie schon oejendorfer schreibt, dass ist alles eine Frage des Geldes. Kleine Händler wie wir nun mal noch sind, haben es sehr schwer in der Welt des Internethandels einen Fuss zu bekommen. Naja, schauen wir mal, mehr kann man ja uch nicht tun!
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#1 oejendorfer 2019-08-20 09:55
Naja, eine Partnerschaft mit ECE klingt etwas komisch, denn ECE ist ja eine 100% Tochter von OTTO.
Das jetzt auch kleinere Händler ein Zuhause auf der OTTO Plattform finden sollen ist prima.
Endlich mal ein Angebot von einem Unternehmen nicht aus den USA. Letztlich ist doch alles auch eine Frage des Geldes, denn das meiste Geld von uns Händlern landet doch bei ebay, Amazon und Co.
Schauen wir mal.
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