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Handmade-Marktplatz

Etsy entfernt Produkte zum Thema Coronavirus

Veröffentlicht: 05.03.2020 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 05.03.2020
App des Handmade-Marktplatzes Etsy auf einem Smartphone

Nicht nur auf den großen Online-Marktplätzen Ebay und Amazon versuchen einige Händler, Profit aus dem grassierenden Coronavirus zu schlagen. Auch auf dem Handmade-Marktplatz Etsy tummelten sich in den vergangenen Wochen zahlreiche Produkte, die das Virus zum Thema hatten. Dagegen ist das Unternehmen nun offenbar vorgegangen.

Wie BuzzFeedNews berichtet, hat Etsy nach eigenen Aussagen Hunderte Produkte gelöscht, mit denen Händler augenscheinlich versucht hatten, „die sich entwickelnde Coronavirus-Situation auszunutzen“. Die Löschaktion sei bereits am Mittwoch erfolgt und betreffe Angebote, in denen das Coronavirus bzw. die Bezeichnung COVID-19 erwähnt wurde.

„Ich habe kein Coronavirus, ich bin nur betrunken“

Die gelöschten Produkte waren demnach unterschiedlichster Art: Konkret genannt werden etwa gehäkelte Produkte in Form eines Coronavirus, die beispielsweise für den wissenschaftlichen Unterricht entworfen worden seien. Allerdings habe es auch Angebote wie T-Shirts oder Tassen gegeben, die den Coronavirus in scherzhafter oder polemischer Weise aufgriffen – zum Beispiel mit dem Schriftzug „Ich habe das Coronavirus 2020 überlebt“ oder „Ich habe kein Coronavirus, ich bin nur betrunken“.

Die Löschung begründete Etsy demnach als Sicherheitsmaßnahme: „Um unseren Marktplatz sicher zu machen, entfernt unser Team schwerpunktmäßig alle Angebote, die behaupten, vor dem Coronavirus zu schützen“, zitiert BuzzFeedNews einen Sprecher von Etsy. „Allein in den letzten Tagen haben wir Tausende von Artikeln entfernt, die solche medizinischen Behauptungen aufstellen.“ Die Löschungen würden nach Angaben des Handmade-Marktplatzes nicht nur automatisch, sondern auch manuell durch das Etsy-Team vorgenommen.

Marktplätze gegen Corona-Wucher

Auch die Marktplatzriesen Amazon und Ebay sind in den vergangenen Tagen bereits gegen Händler vorgegangen, die das Coronavirus zum eigenen Profit ausnutzen wollen. Ebay wies beispielsweise darauf hin, dass Artikel, die Bezeichnungen wie „Coronavirus“ oder „Epidemie“ im Zusammenhang mit gesundheitsbezogenen Angaben nutzen, verboten seien. Und auch Amazon habe bereits Zehntausende Produkte auf dem deutschen Marktplatz gelöscht, die die Unsicherheit der Kunden ausnutzten und zu Wucherpreisen beworben wurden.

Über die Autorin

Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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