ECBF-Studie

So nachhaltig sind deutsche Online-Händler

Veröffentlicht: 12.01.2022 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 12.01.2022
Laptop und Blätter

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein werden für viele Verbraucher immer wichtiger – das sollten auch Unternehmen und Online-Händler beachten. Der Risikokapitalgeber European Circular Bioeconomy Fund (ECBF) hat die fünf umsatzstärksten Webshops der größten Volkswirtschaften Europas in Sachen Umweltschutz untersucht und noch viel Potenzial entdeckt, wie iBusiness berichtet. Dabei nahm das Unternehmen unter anderem das Verpackungsmaterial, die Rücknahme gebrauchter Produkte und das Angebot von Second-Hand-Waren unter die Lupe.

Nur Otto und Zalando bieten CO2-Kompensation beim Versand

Eine CO2-Kompensation nutzen generell schon einige Unternehmen – im E-Commerce aber leider noch recht wenige. Gerade mal zwei der 30 untersuchten Online-Händler bieten ihren Kunden dieses Instrument im Paketversand an: die beiden deutschen Online-Größen Otto und Zalando. Zalando erhebt dafür eine Gebühr von 25 Cent. Otto zeigt seit November 2021 auch den CO2-Fußabdruck bestimmter Produkte an.

Nur 18 von 30 Onlineshops nutzen nachhaltige Versandmaterialien

Auch bei den anderen analysierten Bereichen gibt es noch viel zu tun, wenn der E-Commerce grüner werden soll: Nur 18 der 30 beliebtesten Onlineshops in Europa nutzen beim Versandmaterial Papier oder Pappe. Die Zahlen, die bei iBusiness genannt werden, geben aber hier ein unklares Bild wieder. Zalando setzt dabei seit Juli 2021 vornehmlich auf nachhaltigere Verpackungen und will künftig vermehrt in braunen recyclebaren Papiertaschen statt Kunststoff-Versandtaschen zustellen. Der Mode-Anbieter will bis Ende des ersten Quartals 2022 auf allen seinen 20 Märkten die umweltfreundlichere Variante einführen.

Die mögliche Rücknahme von Produkten nach dem Gebrauch ist natürlich abhängig von deren Kategorie. Bei bestimmten Elektrogeräten ist diese aber seit einigen Jahren Pflicht in der EU. Von den Nicht-Elektro-Händlern nehmen nur die spanische Kette Mercadona und wiederum Zalando Produkte zurück. Bei vier der 30 Webshops können Nutzer Second-Hand-Ware kaufen.

Worauf Online-Händler beim Thema Nachhaltigkeit achten sollten, erklären wir in einem eigenen Beitrag.

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