Tipps von Eset und Kaspersky

Betrug zum Black Friday – so können sich Online-Shopper schützen

Veröffentlicht: 24.11.2021 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 25.11.2021
Schwarzes Geschenk und Warnschild

Am 26. November ist es so weit: Zum Black Friday bieten viele Online-Händler und Marktplätze diverse Aktionen zum günstigen Einkaufen im Web. Unter den Angeboten können jedoch auch Fake-Shops und andere Betrugsmethoden lauern. Die beiden IT-Sicherheitsunternehmen Eset und Kaspersky weisen darauf hin und zeigen, worauf Schnäppchenjäger an den Aktionstagen achten sollten.

„Cyberkriminelle sind auf diese Wochen bestens vorbereitet. Gerade in der Vorweihnachtszeit landen wieder häufiger vermeintliche Versandbestätigungen, Schnäppchen-Angebote oder Gutscheine in den Postfächern“, sagt Thomas Uhlemann von Eset. „Internetnutzer sollten momentan Angebote argwöhnisch unter die Lupe nehmen – so wie eigentlich das ganze Jahr.“ Eset sieht aktuell vor allem Fake-Shops als Problem: Dabei werden über Social Media vermeintliche Billig-Angebote ausgespielt, die aber in einen manipulierten Webshop führen. Wer dann dort bestellt, erhält entweder minderwertige, eine andere – oder gar keine Ware.

Fake Shops erkennen: Das sind die Warnzeichen

So können Nutzer laut Eset gefälschte Online-Shops erkennen:

  • Den Shop genau ansehen, auch die angebotenen Bezahlsysteme. Das obligatorische Impressum checken, den Firmen- bzw. Shopnamen googeln und nach Erfahrungsberichten im Netz suchen.
  • Achten Sie unbedingt darauf, dass eine sichere Verbindung besteht, damit die Daten verschlüsselt übermittelt werden. Diese ist zu erkennen an dem Vorhängeschloss-Symbol und der Abkürzung „https“ in der URL.
  • Ist das Angebot zu gut, um wahr zu sein? Ist das der Fall, sollten Sie genau aufpassen. Denn in der Regel handelt es sich um Produktfälschungen oder Fake-Angebote.
  • Ablaufende Balken oder tickende Uhren sind ein beliebtes Marketing-Werkzeug und gehören zu den sogenannten Dark Patterns, die vonseiten der EU bald verboten werden sollen. Nicht davon unter Druck setzen lassen.

Der IT-Sicherheitsanbieter Kaspersky hat in einer Studie verschiedene Arten von Bedrohungen während solcher Aktionstage analysiert, darunter ebenfalls Fake-Shops, Phishing-Webseiten und schädliche Programme (Malware) auf großen Online-Shopping-Plattformen. Die Daten stammen von Nutzern der Software von Kaspersky und beziehen sich vor allem auf die fünf weltweit meistbesuchten Online-Marktplätze: Walmart, Ebay, Amazon, Alibaba und Mercado Libre. So ist in der Zeit vor dem Black Friday auch die Zahl von Spam-Mails gestiegen. 

Betrugsversuche mit Amazon zu Black Friday und Co.

Cyberkriminelle ködern Opfer dabei vor allem mit einer eigenen Fake-Seite und vermeintlichen Amazon-Angeboten und greifen persönliche Daten über Phishing ab. Dabei gab es vor allem im Januar viele solcher Phishing-Attacken – wenn die Menschen ihr Weihnachtsgeld ausgeben. Dabei kann etwa auch ein Gewinnspiel vorgetäuscht werden: Nutzer geben ihre Daten ein, die die Betrüger dann missbrauchen. Zusätzlich werden sie aufgefordert, das Gewinnspiel via Social Media zu verbreiten – und so noch mehr Menschen in die Falle zu locken. Eine weitere Masche ist eine gefälschte Anmeldeseite des Amazon-Marktplatzes: Geben die Nutzer dann ihre Daten ein, können die Betrüger oft direkt aufs Konto zugreifen. 

So sollten sich Online-Nutzer vor Betrug im Web schützen

Auch die Experten von Kaspersky geben Hinweise gegen Betrug im Web:

  • Verwenden Sie mobil und auf dem Laptop/PC eine zuverlässige Sicherheitslösung, die bösartige Anhänge erkennt und Phishing-Seiten blockiert. Vergewissern Sie sich, dass Ihre gesamte Software auf dem neuesten Stand ist.
  • Öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie nicht auf Links in E-Mails von Banken, E-Payment-Apps oder Shopping-Portalen – insbesondere wenn der Absender darauf besteht. 
  • Nutzen Sie nur sichere Netzwerke. Wenn Sie sich im öffentlichen Wlan des örtlichen Cafés anmelden, ist es für Angreifer viel einfacher, auf Ihre Online-Aktivitäten zuzugreifen. 

Worauf sollten seriöse Online-Händler achten, wenn Sie am Black Friday Shopping-Aktionen bieten? Das haben wir in einem eigenen Beitrag erläutert.

Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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