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Förderbank KfW

Corona-Hilfsanträge im Wert von 11 Milliarden Euro gestellt

Veröffentlicht: 06.04.2020 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 06.04.2020
Gefäß mit Geld

Die Corona-Pandemie treibt bereits jetzt viele Firmen in eine finanzielle Notlage. Für Unterstützung sorgt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die mit Hilfsgeldern versucht, dass Schlimmste zu verhindern. Die Nachfrage nach den Krediten ist weiterhin hoch. Bis vergangenen Donnerstag sind bereits rund 3.200 Anträge bei der KfW eingegangen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin gegenüber der FAZ mitteilte, betrugen diese ein Volumen von rund elf Milliarden Euro.

Ende März hat sich die Förderbank bereits an einer ersten Prognose versucht. Damals ging man von insgesamt 20.000 und 100.000 Anträgen aus. 

„Das Programm kommt im Mittelstand auch an“

Die finanzielle Unterstützung aus dem KfW-Sonderprogramm kann seit dem 23. März von Unternehmen beantragt werden und richtet sich an Firmen unterschiedlicher Größen. Nach Informationen des Ministeriums wurden von den insgesamt 3.200 Anträgen bereits 2.700 bewilligt.

Die Gesamthöhe dieser genehmigten Hilfsgelder beläuft sich auf rund 960 Millionen Euro, davon fließen an die 750 Millionen Euro an mittelständische Händler. „Das heißt, das Programm kommt im Mittelstand auch an“, wie das Bundeswirtschaftsministerium betont.

Starke Nachfrage an Soforthilfen von Kleinunternehmen

Auch die Nachfrage nach den Soforthilfen, welche über die Länder beantragt und ausgezahlt werden, ist hoch. Wie es vom Finanzministerium heißt, wurden die Zuschüsse bis zum Freitagnachmittag bereits von 1,25 Millionen kleinen Firmen und Selbständigen beantragt. Hilfsmittel von 4,1 Milliarden Euro seien in diesem Zuge bereits genehmigt wurden. Alleine in Nordrhein-Westfalen wurden mehr als 350.000 Anträge auf die Soforthilfen gestellt, rund 300.000 davon wurden bewilligt.

Für das Rettungspaket in der aktuellen Coronakrise hat der Bund insgesamt 750 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, 50 Milliarden Euro sind für kleine Unternehmen und Selbstständige vorgesehen. Darüber hinaus haben viele Bundesländer unterschiedliche ausgestaltete Programme mit Soforthilfen aufgesetzt. Ein ausführliches FAQ zu den Soforthilfen mit allen wichtigen Informationen haben wir an dieser Stelle parat.

Neben der Politik gibt es aber auch zahlreiche andere Hilfsangebot für Händler. An diese Stelle gibt es eine kleine Auwahl der verschiedenen Projekte und Aktionen.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#1 Heidemann 2020-04-06 10:22
also ich kann dieser FAZ-Rechnung nicht ganz folgen.
2700 KfW-Anträge teilen sich ca. 1 Milliarde Euro ,
und die restlichen 500 Antragsteller dann 10 Milliarden Euro ?
1,25 Millionen selbständige haben im Moment 4,1 Milliarden Euro bewilligt bekommen - also ca. 3500 Euro !? (auch wenn vielleicht noch nicht alle Anträge in diese Summe eingeflossen sind) nach richtigen blühenden Landschaften sieht das nicht aus.
in Berlin und wer weiß wo noch ,gibt´s ja schon nicht´s mehr - dann sollte mal schnell einer mit dem Theater-Koffer nachschub holen.
wo führt das alles hin ?
die großen werden ordentlich gefüttert - damit Sie die interessanten "kleinen" baldmöglichst aufkaufen können.
da wird seltsamerweise nicht verlangt an´s "Eigenkapital" zu gehen - das würde ja wiederum die Gewinne schmälern ?
warum sind überhaupt noch die Börsen offen ?
achja jetzt ist die beste Zeit für feindliche Übernahmen - noch ohne Krieg.
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