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Project Cognac

Snapchat will Gaming-Plattform starten

Veröffentlicht: 19.03.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 19.03.2019
Snapchat auf Smartphone

Die Gaming-Industrie spielt mittlerweile mehr Geld ein als die Kinobranche. Da wundert es nicht, dass auch alle großen Online Player auf den Zug aufspringen wollen – und jetzt auch Snapchat, berichtet der US-Blog Cheddar.

Demnach will das Unternehmen im April eine eigene Mobile-Gaming-Plattform starten. Das Projekt laufe derzeit unter dem internen Codenamen „Project Cognac“. Externe Entwickler sollen Spiele herstellen, die genau in die Snapchat-App passen. Am 4. April könnte das Unternehmen auf seinem ersten Gipfeltreffen von Entwicklern und anderen Partnern sein Geheimprojekt öffentlich machen, heißt es bei Cheddar. Snapchat selbst hat sich nicht zu dem Bericht geäußert.

Spiele bringen Geld durch In-App-Käufe oder Anzeigen

Die Spiele in der App könnten durch In-App-Käufe oder Werbung Geld einbringen. Im letzten Quartal 2018 konnte Snapchat seinen Umsatz auf 390 Millionen US-Dollar steigern – ein neuer Rekord. Snapchat hatte zuletzt täglich rund 186 Millionen Nutzer.

Den Aufbau einer eigenen Plattform hat Snapchat unter anderem mit dem Kauf des kleinen australischen Gaming-Studios „Prettygreat“ vorbereitet. Vergangenes Jahr hat Snapchat dafür 8,6 Millionen Dollar hingelegt. Seit 2018 können Snapchat-Nutzer außerdem über das Feature „Snappables“ kleine Spiele zocken und dabei Selfies machen, die auf Augmented Reality basieren. Auch der chinesische Tech-Riese Tencent, der zehn Prozent Anteile an Snap hält, könnte in der Spieleoffensive eine wichtige Rolle spielen, denn das Unternehmen hat bereits beliebte Spiele wie „League of Legends“ produziert und ist an großen Spielefirmen wie Epic Games, Riot Games und Supercell beteiligt. 

Auch andere Online-Unternehmen setzen voll auf Gaming: YouTube und Facebook starteten eigene Streaming-Plattformen, auch Amazon hat mit Twitch eine Streaming-Plattform und arbeitet an einer Gaming-Cloud.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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