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Ebay Frühjahrsupdate 2018: Adé Bilderrichtlinie, vereinfachte Ebay-Plus-Teilnahme und Gebührenänderung

Veröffentlicht: 27.02.2018 | Autor: Julia Ptock | Letzte Aktualisierung: 27.02.2018

Gute Nachrichten für gewerbliche Ebay-Händler: Der Online-Marktplatz zieht die umstrittene Bilderrichtlinie zurück! Zudem soll die Teilnahme am Ebay-Plus-Programm einfacher werden. Die wichtigsten Neuerungen des Ebay-Frühjahrsupdate haben wir hier zusammengefasst.

Ebay Logo auf Smartphone
© MAHATHIR MOHD YASIN / Shutterstock.com

Es ist ein Paukenschlag, den Ebay mit seinem Frühjahrs-Update verkündet hat. Unter der Überschrift „Neuerungen beim Ebay-Katalog und bei der Nutzung von Produktdaten“ verbirgt sich eine besonders gute Nachricht für alle gewerblichen Ebay-Händler. Der Online-Marktplatz reagiert auf das deutliche Feedback seiner Verkäufer und passt seine Strategie an.

Ebay zieht Bilderrichtlinie zurück

Ebay, so heißt es in der Unternehmensmeldung, wird die „Lizenz zur Nutzung der Bilder und sonstigen Produktdaten von Händlern nicht in seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) einbinden“. Kurz gesagt: Die äußerst umstrittene Bilderrichtlinie, deren Umsetzung für den 1. Mai 2018 angesetzt war und bereits zum Frühjahrs-Update 2017 angekündigt wurde, wird nicht kommen. Falls Ebay-Händler der „Lizenz über die Zusatzvereinbarung zu den existierenden eBay-AGB bereits zugestimmt haben, wird dieser Teil nicht berücksichtigt“. Nach Angaben von Ebay müssen Händler im Allgemeinen keine weiteren Schritte unternehmen, wer jedoch seine Zustimmung zurückziehen will, kann dies bis zum 31. Mai 2018 per E-Mail machen.

Eine weitere Vorankündigung, die den Ebay-Katalog betrifft, bezieht sich auf die Verbesserung des Shopping-Erlebnisses. Ebay wird in den kommenden Monaten damit starten, in den Suchergebnissen ausgewählte, identische Produkte gruppiert anzuzeigen. Genauere Infos zu dem Vorgang wird es von Ebay in den nächsten Verkäufernews im Mai geben.

Ebay-Plus-Teilnahme wird vereinfacht

Das sind aber nicht die einzigen guten Nachrichten von Ebay. Händler, die bisher nicht am Ebay-Plus-Programm teilnehmen konnten, da sie die eine Bearbeitung der Bestellung am selben Werktag nicht sicherstellen konnten, erhalten nun eine Zugangsberechtigung. Ab April 2018 wird das Ebay-Plus-Programm auch Verkäufern mit dem Servicestatus „Überdurchschnittlich” und einer Bearbeitungszeit von bis zu einem Werktag zur Verfügung gestellt. Vorausgesetzt ist natürlich die Erfüllung aller übrigen Kriterien des Ebay-Plus-Programms.

Aller Verkäufer, die dann an Ebay Plus teilnehmen, erhalten den Vorteil, dass Ebay für sie die Rücksendekosten trägt. Allerdings gibt es Einschränkungen: Die Händler, die keine Bearbeitung am selben Werktag sicherstellen können, erhalten keinen (!) 20 Prozent-Rabatt auf die Verkaufsprovision bei Ebay-Plus-Transaktionen.

Obergrenze für Verkaufsprovision in hochpreisigen Kategorien

Ebay nimmt zudem Änderungen bei der Gebührenordnung vor. Es wird eine Obergrenze der Verkaufsprovision für Kategorien eingeführt, die bislang noch keine hatten – wie zum Beispiel in den hochpreisigen Kategorien Business und Industrie, Antiquitäten und Kunst oder auch Fahrzeugteile und Zubehör. Die neue Obergrenze wird pro Artikel bei maximal 99 Euro (netto) liegen, wodurch sich die Verkaufsprovisionen reduzieren werden. Ebay stellt dabei noch einmal heraus, dass das Verkaufen, gerade in den oben genannten Kategorien, so „deutlich günstiger als bei Wettbewerbern“ wird.

Sicherheit und M-Commerce wird groß geschrieben

Bezug nehmend auf das Ebay-Herbst-Update und die Einführung von HTTPS-Standards zieht der Online-Marktplatz die Zügel an. Händler, die noch nicht auf den Sicherheitsstandard umgestellt haben, werden künftig abgestraft. Ab März 2018 wird bei Angeboten, die noch veraltete http-Inhalte enthalten, nur noch einen Ausschnitt der Artikelbeschreibungen angezeigt. Dieser Ausschnitt muss dann von den Nutzern extra angeklickt werden, um die Artikelbeschreibung komplett angezeigt zu bekommen. Wer also noch nicht auf den HTTPS-Standard umgestellt hat, sollte dies dringend nachholen, denn nur so können Händler vermeiden, dass Nutzer Warnhinweise beim Öffnen der Angebote angezeigt bekommen.

Anpassung gibt es auch in puncto mobile Ansicht. Um die Ebay-Shops für die mobile Kauferfahrung zu optimieren, werden „alle nicht individualisierten eBay Shops auf das neue Shop-Design umgestellt, welches an das Design der eBay-Homepage und der neuen Produktseiten angepasst ist“. Dieser Vorgang soll im Hintergrund ablaufen, was bedeutet, dass Ebay Shop-Abonnenten sich nicht mit der Problematik befassen müssen.

Weitere Änderungen im Überblick

Anpassung gibt es auch bei den Ebay-Marketing-Tools. In dem Bereich „Sonderaktion + Preissenkung“ und bei „Anzeigen“ hat Ebay „verschiedene Verbesserungen“ angekündigt. So wird unter anderem im Bereich „Sonderaktion + Preissenkung“ das Zeitfenster für den sogenannte „Bisher-Preis“ angepasst. Der Zeitraum, in dem der Artikel auf der Ebay-Plattform zum Verkauf angeboten wird, um den „Bisher-Preis“ als Streichpreis anzuzeigen, beläuft sich nun auf 14 Tage.  

Beim Verkäufer-Cockpit Pro gibt es „eine relativ einfache Änderung“. Ab Juni 2018 wird es einen Überblick über Anfragen von Käufern geben. Dadurch sollen Händler dazu in der Lage sein, Käuferanfragen fristgerecht zu lösen und die Verkäuferstandards weiterhin einzuhalten. Eine allgemeine Standard-Änderung wird es nicht geben.

Wie gewohnt wird es zudem Änderungen der Kategorien und Artikelmerkmale geben. Diese berücksichtigen E-Commerce-Standards und neueste Produkttrends und vereinheitlichen die Kauferfahrung bei Ebay weltweit.

Eine vollständige Übersicht über die Neuerungen für gewerbliche Ebay-Verkäufer im Frühling 2018 kann im Verkäuferportal eingesehen werden.

 

Kommentare  

#8 Heidemann 2018-03-01 12:48
@Ralf Koplin
ich nehme mal an Ihr Beitrag - war doppelt so Humorvoll - gleich noch im Gedenken an den 29.02. oder schon vorgezogener April-Scherz !?
also wenn man 10 Jahre bei ist (anfangs noch privat-Account´ s - die dann regelmäßig - angemahnt und /oder geschlossen wurden weil sie zu gut liefen) jetzt 8 Jahre gewerblich bei ,was es in der Zeit an Preiserhöhungen ,neuen drangsalierunge n und Vor-Vor-Schrift en gab (wie nennt sich das ??? EBAY-Grundsätze ??? ,den Rest spare ich mir mal wieder) passt nicht auf die Milka-Herde.
die Krönungen sind u.a. Gebühren auf´s Porto ,Kontaktverbot und jetzt neu 5 Cent Aktionärssteuer

@Petra Langer
also nicht fertiges Verkaufsportal - aber auf jedenfall günstiges Angebot zum "selber einrichten":
https://www.strato.de/webshop/
allerdings kein automatisches Update vom Händlerbund (oder sich geändert ?) ,und muss dann entweder das "Standard-Model l" verwenden oder das Strato-Hauseige ne ?
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#7 Petra Langer 2018-02-28 17:30
Hallo Dirk Waltmann,

ich stimme dir vollkommen zu den ich habe das gleiche Problem, wenn ich alles abziehe an Kosten inklusiv Händlerbund stehe ich im Moment bei 0 Gewinn.
Ich überlege auch schon die ganze Zeit wo es eine besser Plattform zum Verkaufen gibt.
Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.
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#6 Ralf Koplin 2018-02-28 16:05
Immer des drum herum geheule. Stagniertende Umsätze, Nichtzahler, Kaufabbrecher usw. . Warum verkauft Ihr überhaupt bei ebay? Wenn das ebay-Geschäft nicht läuft dann sollte es mal an der Zeit sein, den Wettbewerb zu beobachten und einige Dinge am Konzept zu ändern. Wenn der ebay-Shop nicht läuft, dann ist natürlich die Verkaufplattfor m dafür verantwortlich. ..grins. Dann macht mal weiter so, es wird bestimmt nicht von alleine besser :-).

Ebay muss man mitleben und nicht rummeckern!
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#5 Sven 2018-02-28 11:25
Keine Bilder übernehmen?? Dann muss ich ja doch länger als August da bleiben :D

Die Gebühren sind schon hart für Vielverkäufer...

2 Schritte vor, 1 Schritt zurück, 2 Schritte vor, 1 Schritt zurück...

Auch wenn es sich nach Spinner etc. anhört:
Leute... versucht unbedingt autarker zu leben, diese Kostenspirale (nicht nur von ebay) nimmt immer mehr zu!
Und wenn ihr nicht genug verdient über Monate, bitte sucht euch etwas anderes oder andere Produkte. Es bringt nichts, wenn ihr kein Einkommen habt, trotzdem arbeitet und das meiste Geld an Gebühren zahlt.
Wer 12 Stunden am Tag arbeitet muss nicht erfolgreich sein! Zeit (und Gesundheit) ist das wichtigste Gut des Menschen!!
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#4 Redaktion 2018-02-28 10:47
Hallo Marcus und Dirk,

es war keinesfalls Absicht, die Gebührenänderun g zu „unterschlagen“ . Leider haben wir von dem genauen Ausmaß der Gebührenänderun g (fixe Anteil der Verkaufsprovisi on von 0,05 EUR pro verkauftem Artikel) sowie der erhöhten Verkaufsprovisi on bei Händlern mit dem Status „Unterdurchschn ittlich“ erst nach Veröffentlichun g des Artikels erfahren.

Es war keinesfalls die Absicht, irgendetwas zu verschweigen.

Sämtliche Informationen zu den neuen Gebühren finden Sie
https://verkaeuferportal.ebay.de/gebuehren-gewerbliche-verkaeufer und https://verkaeuferportal.ebay.de/verkaufsprovision-servicestatus-unterdurchschnittlich.

Mit besten Grüßen
die Redaktion
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#3 Bastian 2018-02-28 10:09
@markus - nicht zu vergessen ist die Verkaufsprovisi on auf Versandkosten ! Dieser Laden nervt nur noch. Bin auch am überlegen endlich zu kündigen.
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#2 Dirk Waltmann 2018-02-28 09:33
Tatsächlich wurde in dem Artikel unterschlagen, dass neben den vielen "Verbesserungen für den ebay-Marktplatz " (es wird sich zeigen, ob diese wirklich auch höhere Umsätze bringen), Ebay eben auch die Gebühren mal wieder erhöht hat. Nachdem bereits im letzten Jahr die monatlichen Shop-Gebühren mal eben um 60-80% erhöht wurden, wurde diesmal auch ein eine fixe Transaktionsgeb ühr zusätzlich zur Verkaufsprovisi on eingeführt. Die mag mit 5 Eurocent auf den ersten Blick gering ausfallen, aber es sind am Ende dann doch 50 € pro 1.000 verkaufte Artikel. Und man kann davon ausgehen, dass diese Transaktionsgeb ühr (wie auch z.B. bei Zahlungsdienstl eistern wie Paypal, KK-Unternehmen. .. üblich) NICHT ERSTATTBAR ist - also im Gegensatz zur Verkaufsprovisi on bei einer Rückgabe nicht rückerstattet wird, also in jedem Fall anfällt.
Wenn diesen ständigen Gebührenerhöhun gen und Erschwerungen im Shop-Handling wenigstens auch mit steigenden Verkäufen einhergehen würden. Aber leider ist das Gegenteil der Fall: Wir sind seit 13 Jahren Ebay-Händler. Insbesondere seit 2015 stagnieren die Umsätze und sind besonders in letzter Zeit rückläufig. 4.Quartal 2017/Weihnachts geschäft: Minus 20%!!! - und das bei 30% mehr Artikeln als in 2015. Im gleichen Zeitraum haben sich Umsätze über unseren eigenen Webshop verdreifacht! Es kann also nicht an unseren Produkten liegen.
Tatsächlich steigt bei Ebay gerade in den letzten Monate deutlich die Zahl der Retouren und auch die Zahl der Doppeltbestelle r, Abbrecher und Nichtzahler. Es drängt sich der Eindruck auf, dass gerade Ebay-Neukunden das System nicht verstehen. Etwas kaufen, obwohl sie es (noch) gar nicht wollten, oder etwas kaufen und dann die Zahlungsabwickl ung nicht verstehen. Oder gleich zwei- oder dreimal auf Kaufen klicken, weil sie den Kaufvorgang nicht verstehen. Hier hat Ebay im Moment mal wieder eine Baustelle.
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#1 marcus 2018-02-27 17:21
Es wurde unterschlagen, dass eBay jetzt auch noch 5cent fix Gebühr will.

bei einem Artikel für 1€ gehen schon 40cent + prozentualer Anteil an eBay+paypal!

Das sind abzüglich Steuern in einigen Kategorien weniger als 40% die dem Händler bleibt!

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