Der frühe Vogel

Gorillas erreicht Milliardenbewertung – in Rekordzeit

Veröffentlicht: 26.03.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 26.03.2021
Gorillas-Lieferanten

Der Online-Supermarkt Gorillas begeistert seine Kunden mit schnellen Lieferungen. Wie Gründerszene berichtet, hat das Unternehmen eine Finanzierungsrunde in Höhe von umgerechnet 245 Millionen Euro abgeschlossen und damit die Milliardenbewertung erreicht. Gorillas sei somit nur neun Monate nach der ersten Bestellung zum Unicorn aufgestiegen – so schnell habe es Gründerszene zufolge noch kein deutsches StartUp geschafft.

Die neue Finanzierungsrunde wurde von sämtlichen Altgesellschaftern und kleineren Fonds getragen. Zudem habe auch der chinesische Tech-Konzern Tencent nun erstmals in Gorillas investiert. Eine Gorillas-Sprecherin habe das Investment gegenüber Gründerszene zunächst nicht kommentieren wollen. 

Gorillas scheint bei den Investoren einen Nerv zu treffen: Erst im Dezember steckten unter anderem der New Yorker Hedgefonds und die Private-Equity-Firma DST Global mit weiteren Investoren 36 Millionen Euro in das StartUp. 

Vergleichbare Unternehmen, etwa der türkische Vorreiter Getir oder das US-amerikanische Vorbild Gopuff erhalten ebenfalls immer wieder große Summen von Geldgebern: Getir hatte erst diese Woche 250 Millionen Euro eingesammelt, Gopuff ließ sich gar mit 7,6 Milliarden Euro bewerten und erhielt eine Milliarde Euro an frischem Kapital.

Netflix wird teurer – auch für Bestandskunden

Kunden des Streamingdienstes Netflix müssen sich auf höhere Kosten einstellen: Das Unternehmen dreht in Deutschland an der Preisschraube und wird auch für Bestandskunden teurer, berichtet Golem. Demnach informiert das Unternehmen seine Bestandskunden derzeit über die Änderung. Die Mitteilung wird per Mail verschickt, aber auch in der App eingeblendet – dann kann Netflix erst weiter verwendet werden, wenn der Preiserhöhung zugestimmt oder ein anderes Abo gewählt wird.

Das Standard-Abo kostet künftig 12,99 Euro (bisher: 11,99 Euro), das Premium-Abo schlägt mit 17,99 Euro zu Buche (bisher: 15,99 Euro). Netflix führt damit die vierte Preiserhöhung in Deutschland durch. Einzig der Basispreis von 7,99 Euro pro Monat hat seit dem Marktstart Bestand. Damit kann Netflix weiterhin mit einem niedrigeren Einstiegspreis werben. 

Elon Musk: „Schäm dich, ZDF!“

Tesla-Gründer Elon Musk liegt derzeit mit dem ZDF im Clinch. Grund dafür ist die Berichterstattung von Frontal21, in der der seit Monaten schwelende Konflikt um den Wasserverbrauch des Tesla-Werks in Brandenburg behandelt wurde, wie t3n berichtet. Der Chef des Wasserverbandes Strausberg-Erkner vertrat in dem Bericht die Meinung, dass die Trinkwasserversorgung für Tesla geopfert werde.

Diese Äußerung wurde vom Tesla-freundlichen Blog Tesmanian aufgegriffen und als schädigende Kampagne gewertet. Elon Musk reagierte auf den Tesmanian-Beitrag mit einem knappen „Wow, schämt euch, ZDF Info!“. Die Frontal21-Redaktion reagierte ihrerseits und lud den Unternehmer zum Interview ein, damit er erklären könne „wieso die Gigafactory Berlin so umweltfreundlich ist“ – zog sich mit dem kritischen Unterton aber weiteren Unmut zu. 

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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