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21.09.2018 – Rocket Internet schreibt schwarze Zahlen | Facebook: Seiten können in Gruppen mitreden | Amazon holt bei digitaler Werbung auf

Veröffentlicht: 21.09.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 21.09.2018

Das ist heute wichtig: Rocket Internet freut sich über schwarze Zahlen im ersten Halbjahr 2018, Facebook-Seiten dürfen nun auch in Gruppen mitreden und Amazon macht bei digitaler Werbung ernst.

Rocket Internet Logo
© 360b / Shutterstock.com

Rocket Internet präsentiert Geschäftszahlen

Im ersten Halbjahr 2018 sind die Geschäfte für Rocket Internet erwartungsgemäß gelaufen, sprich: ziemlich gut. Das Unternehmen konnte einen Gewinn von 297 Millionen Euro verbuchen, im Vorjahreszeitraum stand noch ein Minus von 27 Millionen Euro zu Buche, meldet Gründerszene. Die neuen Mittel sollen dafür genutzt werden, Aktien im Wert von 150 Millionen Euro zurückzukaufen. Der Umsatz stieg um beachtliche 41 Prozent auf 615 Millionen Euro. Besonderes Zugpferd war die afrikanische E-Commerce-Plattform Jumia, die ihren Umsatz um 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern konnte. Home24 stieg dagegen nur mäßig um 14 Prozent. Oliver Samwer zufolge liege dies am „außergewöhnlich heißen und trockenen Wetter". Mit Prognosen für die kommenden sechs Monate hielt sich Samwer zurück.

Facebook: Seiten dürfen in Gruppen posten

Mit dem letzten Algorithmus-Update stärkt Facebook die Bedeutung von Gruppen. Ausgewählte Seiten können nun testweise Gruppen beitreten und dort posten, so T3n. Bislang durften Seitenbetreiber zwar selbst Gruppen eröffnen, aber nicht in anderen Gruppen interagieren. Künftig können Gruppenleiter also auch Beitrittsgesuche von Marken und Unternehmen bekommen, können dies in den Einstellungen aber auch verweigern, wenn sie es nicht wünschen. Mit dem neuen Feature stärkt Facebook den Austausch zwischen Nutzern und Unternehmen. Gruppen werden generell wichtiger auf der Plattform. Inhalte aus Gruppen werden gegenüber dem organischen Content von Unternehmen seit Anfang 2018 priorisiert.

Amazon ist drittgrößter Werbe-Anbieter

Im US-Geschäft mit digitaler Werbung hat Amazon Oath und Microsoft überholt und liegt mit digitalen Werbe-Ausgaben von 4,61 Milliarden US-Dollar nun auf dem dritten Platz hinter Google und Facebook. Laut aktueller Prognose von eMarketer wird sich Amazons Werbewachstum 2018 mehr als verdoppeln, so Internetworld. Mit 4,1 Prozent am 111 Milliarden Dollar schweren Werbemarkt liegt Amazon aber noch weit hinter den namhaften Konkurrenten. Google und Facebook kommen zusammen auf einen Anteil von 57,7 Prozent, 2020 sollen es laut eMarketer immer noch 55,9 Prozent sein. „Werbungtreibende suchen zunehmend nach einer neuen, dritten Ad-Lösung neben Google und Facebook. Amazon bietet die Option, Kaufdaten direkt mit Werbung zu verknüpfen", erklärt eMarketer Analystin Monica Peart.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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