Karstadt: zerlegt und gerelauncht

Veröffentlicht: 30.10.2013 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 30.10.2013

Mit seinem angeschlagenen und eher gesetzten Image konnte Karstadt lange Zeit nicht mehr bei den Kunden punkten. Doch dies soll sich nun ändern. Mit einem Relaunch des Online-Shops und der – durch einen Teilverkauf ermöglichten – Sanierung der Warenhäuser soll sich das künftig ändern.

Karstadt launcht Online-Shop

Lange Zeit hing Karstadt mit seinem veralteten Konzept hinterher. Doch dies soll sich mit dem Launch des Online-Shops nun ändern. Bereits im Oktober hatte das Unternehmen seinen digitalen Auftritt komplett überarbeitet, den Fokus auf Fashion und Lifestyle gelegt. Mit einem lebendigen, stylischen und modernen Auftritt sollen die Anforderungen und Wünsche des Publikums erfüllt werden.

Großer Wert wurde bei der Umgestaltung des Karstadt-Shops auf die Artikel selbst gelegt. Um ihnen genug Raum zur Verfügung zu stellen, wurden die Produktbilder vergrößert. Auch die Usability und Kundenorientierung stehen fortan noch mehr im Mittelpunkt: So ist es künftig möglich, sich die Verfügbarkeit von Produkten in bestimmten Filialen auch online anzeigen zu lassen.

Neben den visuellen Veränderungen wurden auch die technologischen Standards angehoben. Die neue Karstadt-Plattform ist cloudbasiert und ermöglicht somit viele neue kundenorientierte Funktionen und erbringt mehr Leistung. In diesem Sinne erfolgte zudem die mobile Anpassung der Website, die nun auch den Smartphone- und Tablet-Nutzern optimiert zur Verfügung steht.

Terry von Bibra von Karstadt erläutert: „Unseren Kunden jeden Tag die Shopping-Vorteile von allen Karstadt-Vertriebskanälen einheitlich zu bieten, heißt bei uns Omnichannel. Ob in der Filiale in der Stadtmitte, online von zu Hause oder mobil unterwegs, unsere Kunden sollen immer das bestmögliche Einkaufserlebnis bei Karstadt haben. Mit diesen Relaunches stellen wir sowohl unsere online wie auch unsere mobilen Angebote auf eine zukunftsträchtigere und leistungsstärkere Plattform. Auf dieser Basis werden wir unsere Omnichannel-Strategie konsequent ausbauen."

Neben der Überarbeitung des Online-Shops gibt es nun auch Neuigkeiten zu den Warenhäusern selbst: Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, gehen die „Filetstücke“ des Unternehmens – also die Sport- und Edelkaufhäuser – mehrheitlich an die österreichische Unternehmensgruppe Signa über. Nicolas Berggruen, bisheriger Eigner, hält jedoch weiterhin alle Anteile an den übrigen 83 Warenhäusern von Karstadt.

Im Gegenzug zum Teilverkauf der wertvollen Karstadt-Warenhäuser erhält das Unternehmen eine Geldspritze in Höhe von 300 Millionen Euro, die zur Stärkung und Modernisierung der anderen Häuser verwendet werden sollen.

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