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DDOS-Attacken

Wikipedia nach massivem Online-Angriff ausgefallen

Veröffentlicht: 09.09.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 09.09.2019
Wikipedia-Logo auf einem Smartphone

Am vergangenen Freitag wurde Wikipedia Opfer einer groß angelegten Online-Attacke. Kurz vor 14 Uhr informierte die gemeinnützige Organisation Wikimedia Deutschland auf Twitter über einen entsprechenden DDoS-Angriff auf die Server der Online-Enzyklopädie. Der Angriff führte dazu, dass sowohl die Wikipedia-Plattform als auch die Schwesterprojekte aktuell nicht erreichbar seien:

Angreifer kommunizieren über Twitter 

Bei sogenannten DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) überfluten Angreifer die anvisierten Server mit einer Vielzahl von Anfragen und bringen diese dadurch zum Zusammenbruch. Die Auswirkungen waren über Stunden hinweg nicht nur für deutsche Wikipedia-Nutzer spürbar: Auch in anderen europäischen Ländern, wie etwa Großbritannien oder Frankreich, meldeten User entsprechende Probleme. 

Wie das Branchenportal Golem schreibt, teilten Unbekannte beim Kurznachrichtendienst Twitter über einen neu eröffneten Account mit, dass sie sich für die DDoS-Attacken verantwortlich zeigen: „Um das zu belegen, verkündeten sie kurz vor Mitternacht, die Attacke für kurze Zeit auszusetzen, bevor sie wieder hochgefahren werde – das Spielchen wurde dann mehrfach wiederholt. In den angekündigten Pausen war das Onlinelexikon dann tatsächlich erreichbar.“

Wikipedia-Angriff als Test

Die DDos-Attacke sei nach Aussagen der genannten Twitter-Nutzer lediglich ein Test, um neue Angriffswerkzeuge zu erproben. Auch teilten sie mit, dass die Angriffe nach einigen Stunden eingestellt würden.

Im späteren Verlauf hätten die vermeintlichen Angreifer dann am frühen Samstagmorgen über Angriffe auf das Streaming-Portal Twitch und die aktuellen Partien des teambasierten Ego-Shooters Overwatch League geschrieben. Hier allerdings sei es laut Golem nicht zu schwerwiegenden Zusammenbrüchen der Server, sondern nur zu kurzzeitigen Aussetzern und einer schlechteren Bildqualität bei der Übertragung gekommen.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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