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Studie von Nordpass

Ungesicherte Datenbanken: Deutschland unter den gefährdetsten Ländern

Veröffentlicht: 05.08.2020 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 05.08.2020

Immer wieder kommt es zu Missbrauch persönlicher Daten im Web, weil Datenbanken von Unternehmen oder Behörden im Web nicht ausreichend gesichert sind. Das Unternehmen Nordpass hat diese Gefahren weltweit – auch mittels eines White-Hat-Hackers – untersucht und dafür 20 Länder unter die Lupe genommen. Die Studie zeigt: In Deutschland liegt die Gefahr für Nutzer weltweit mit am höchsten. 

Das sind die Länder mit den gefährdetsten Datenbanken

Deutschland ist auf Platz vier der Länder mit den meisten ungeschützten Datenbanken. Nur in China, den USA und Indien ist die Lage noch bedrohlicher. In Deutschland fanden sich in rund 360 solcher Datenbanken etwa 250 Millionen Einträge. Dazu gehörten auch persönliche Daten wie E-Mails, Passwörter und Telefonnummern. „Normalerweise hat eine Datenbank, die sensible Verbraucherdaten enthält, eine, wenn nicht sogar mehrere Sicherheitsebenen. Ohne diese braucht ein Hacker gar nicht zu hacken – Ihre Informationen befinden sich einfach in einer öffentlichen Datenbank, so dass die Welt sie sehen kann“, warnt Nordpass die Nutzer vor den Gefahren.

Und diese und die möglichen Folgen können dramatisch sein. Auch große Unternehmen wie Amazon patzen bei der Datensicherheit: So waren in den vergangenen Jahren etwa auch Millionen Facebook-Datensätze auf einem öffentlichen Amazon-Server für jedermann zugänglich. In den USA waren sogar fast 150.000 private Patientendaten aus einer Rehabilitationsklinik öffentlich, nennt Nordpass ein weiteres Beispiel.

Insgesamt wurden bei der Analyse in 20 Ländern 9.517 ungesicherte Datenbanken mit 10,5 Milliarden Einträgen gefunden.

Wie kann ich mich vor Cyberkriminalität schützen?

Wie können Nutzer sich generell vor Cyberkriminalität schützen? Wie Datenschützer seit Jahren gebetsmühlenartig betonen, sollten Online-Nutzer starke Passwörter erstellen, für verschiedene Dienste bzw. Portale auch unterschiedliche Passwörter anwenden und diese auch immer wieder mal wechseln. Diverse aktuelle Studien wie diese oder diese zeigen jedoch bei vielen Deutschen eine gewisse Faulheit in Sachen Passwort.

Auf der Seite Have I been pwned des Datenschutz-Experten Troy Hunt können User außerdem checken, ob möglicherweise E-Mail-Adressen bei einem Datenleck öffentlich zugänglich waren.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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