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Kurzmeldung

Playback-App TikTok versucht sich im E-Commerce

Veröffentlicht: 20.08.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 20.08.2019

Die App TikTok dürfte vor allem Deutschen durch die Stuttgarter Zwillinge Lena und Lisa bekannt sein, die einst auf dem Video-Netzwerk Millionen Follower um sich scharten, die Plattform aber mittlerweile verlassen haben. Auf TikTok können die Nutzer kurze Videoclips erstellen, in denen sie zu Musik performen. Die App ist vor allem bei jüngeren Nutzern beliebt und wird in Deutschland laut Statista von rund vier Millionen Menschen benutzt. Jetzt will die App ihre vor allem junge Zielgruppe auch zum Online-Shopping verführen und startet In-App-Käufe, wie TechCrunch berichtet.

Unternehmen können Hashtag Challenge Plus nutzen

In sogenannten Hashtag Challenges können Nutzer ihre Videos zu bestimmten Themen erstellen, diese werden dann auf der Hauptseite gesondert angezeigt. Unternehmen können solche Wettbewerbe sponsern, ihre Produkte in Szene setzen und auch kaufen lassen. Das hat in den USA die Supermarktkette Kroger zum ersten Mal getan. Die neue E-Commerce-Funktion nennt sich Hashtag Challenge Plus.

In einer Kampagne mit vier Influencern forderte der US-Supermarkt unter dem Hashtag #TransformUrDorm die TikTok-Nutzer auf, ihr Zimmer im Wohnheim umzugestalten. Dazu zeigte das Unternehmen auf TikTok eine eigene Markenseite, auf der die Nutzer auch Produkte suchen und kaufen konnten, ohne die App zu verlassen. Hunderte Videos wurden von den Nutzern erstellt, die Werbekampagne erreichte rund 477 Millionen Views. Wie sich die Kampagne auf Umsätze oder Conversions auswirkt, wurde nicht genannt. Auch, ob es weitere E-Commerce-Vorstöße in der Art geben wird, ist unklar. TikTok dürfte jedoch weiter versuchen, seine stattliche Zahl von rund 500 Millionen Nutzern im Monat zu monetarisieren.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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