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Milka-Accelerator: Die zarteste Versuchung, seit es StartUps gibt

Veröffentlicht: 11.03.2016 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 11.03.2016 | Gelesen: 2625 mal

Der Milka-Hersteller Mondelez International reiht sich bei den Konzernen ein, die einen eigenen Accelerator gegründet haben. Nun können sich StartUps auch bei dem Schoko-Hersteller bewerben – der Fokus liegt dabei explizit auf In-Store-Analytics und E-Commerce.

Milka-Schokolade

Bildquelle: Nenov Brothers Images / Shutterstock.com

Es gibt einen weiteren Konzern im Ring, der mit einem eigenen Accelerator Jungunternehmen unterstützen will und sich an das Thema Disruption wagt: Mondelez International hat sein StartUp-Programm „Shopper Futures“ gestartet. Das US-Unternehmen, das hinter Süßigkeitenmarken wie etwa Milka oder Oreo steckt, spricht gezielt StartUps an, die sich etwa mit In-Store-Analytics und dem E-Commerce beschäftigen.

Wie die Gründerszene berichtet, kooperieren die teilnehmenden StartUps im Rahmen des Programms drei Monate lang mit einer der Marken oder Partnerunternehmen von Mondelez International, um Konzepte für den digitalen Handel zu entwickeln. Jedes StartUp erhält dabei 30.000 Euro von Mondelez, Anteile müssen dafür nicht abgegeben werden. Zu den teilnehmenden Marken gehören neben Milka und Oreo auch Mikado und Belvita, als Partnerunternehmen steht unter anderem der Supermarkt Penny zur Verfügung.

Interesse an langfristigen Kooperationen

Das „Shopper Futures“-Programm steht allen StartUps aus Deutschland, Österreich und der Schweiz offen, solange sie nicht älter als fünf Jahre sind und noch nicht mit einer der Marken von Mondelez in der DACH-Region zusammengearbeitet haben. Die Bewerbungsphase endet am 10. April. Fünf StartUps erhalten dann den Platz in dem Programm.

Bei der Vorstellung des Programms im Hubraum in Berlin habe es auch kritische Nachfragen einiger Zuhörer gegeben. So habe ein Gast laut Gründerszene „das generelle Rumgeteste“ vieler Accelerator kritisiert und sich ein Programm gewünscht, das von StartUps eine gezielte Problemlösung fordere. Mondelez sei auf diese Kritik nicht konkret eingegangen. Der Konzern habe aber erklärt, dass man an langfristigen Kooperationen mit den StartUps interessiert sei, eine verbindliche Zusage sei zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht möglich.

Mondelez International ist damit der jüngste Konzern auf dem Feld der Unternehmen, die einen eigenen Accelerator aufgebaut haben. ProSiebenSat.1Media-Saturn und die Metro-Group versuchen sich ebenfalls schon länger in diesem Feld.

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