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Tengelmann: Unternehmensgruppe stellt halbe Million für E-Commerce-Lehrstuhl bereit
| Kategorie: Allgemein

Die Bundesregierung plant ein IT-Sicherheitsgesetz, mit dem die kritische Infrastruktur des Internets geschützt werden soll. Innenminister de Maizière erklärte bei der Vorstellung des Gesetzesentwurfs, dass aber auch jeder Online-Shop in Zukunft mit neuen Vorschriften konfrontiert werde.

Schlösser im digitalen Interface

(Bildquelle IT-Sicherheit: Maksim Kabakou via Shutterstock)

Das geplante IT-Sicherheitsgesetz soll dem Schutz der Bürger dienen. Dazu sieht das Gesetz neue technische Auflagen für alle Betreiber kommerzieller Websites vor. Zudem sollen Telemediendienste, Webserver und auch Online-Shops dazu verpflichtet werden, ihre Netze sicher zu Betreiber. Das erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin.

IT-Sicherheitsgesetz könnte im zweiten Halbjahr 2015 kommen

„Wir wollen alle dazu verpflichten, damit man sich auf seinem eigenen Computer nicht durch das Ansurfen von unsicheren Diensten Trojaner oder Viren einfängt“, so de Maizière laut golem.de. Jeder Online-Shop, unabhängig von seiner Größe, „kann zu erheblichen, verheerenden Auswirkungen bei anderen führen“, erklärte der Minister.

Das neue IT-Sicherheitsgesetz könnte im zweiten Halbjahr 2015 in Kraft treten und damit die neuen Auflagen für Online-Shopbetreiber bringen. Grundlegend gelte es, dass ein Online-Shop auf dem „Stand der Technik“ gehalten werden müsse. So sollen Online-Händler, die einen eigenen Shop betreiben, die Sicherheit ihrer Kunden gewährleisten.

"Das verlangen wir von einem Supermarkt auch"

De Maizière holte zur Veranschaulichung ein Beispiel aus dem Einzelhandel heran: „Wir verlangen von einem Supermarkt auch, dass er, wenn es friert, vor seiner Tür streut. Im Grunde holen wir nur Standards nach, die es sonst im Wirtschaftsleben längst gibt.“ Das bedeutet, dass Nutzer künftig Schadensersatz verlangen können, wenn sie sich beim Besuch eines Online-Shops einen Virus oder Trojaner eingefangen haben

Es bleiben dennoch offene Fragen: So klärte de Maizière nicht, wie die Einhaltung der Vorschriften geprüft werden soll. Auch sei bislang noch unklar, welche Unternehmen zu den kritischen Infrastrukturen zählen, für die besondere Auflagen gelten sollen. Dies werde im Nachhinein festgelegt. Der Hightech-Verband Bitkom sieht laut der Welt noch Unsicherheiten bei der Umsetzung des Gesetzes und rechnet mit Ausgaben von bis zu 1,1 Milliarden Euro pro Jahr für die Wirtschaft.

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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KOMMENTARE  
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U.Tisler
2015-02-27 08:48 | #9
Regierungsseite n gehackt? Kein Problem, alles easy........... .Shop gehackt ? Auch kein Problem, Händler sofort restlos fertig machen..................

Spy-Software wird von der Regierung bestellt um genau das zu tun, was wir verhindern sollen???

Microsoft schickt nahezu täglich Sicherheits-Upd ates und kriegt seine marktbeherrsche nde Software als Hersteller trotzdem nicht dicht. Bei Online-Händlern soll das Pflicht werden! Dämlicher geht es kaum.

Minister werden bedeutet nicht, das man etwas kann. Es sagt nur aus, das man seine Partei-Kollegen hinter sich gelassen hat. Auf welche Art auch immer.......... .......Sachvers tand ist dafür scheinbar nicht Voraussetzung.
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Pässler
2015-02-26 14:50 | #8
"Wenn es friert, vor der Tür streuen..." - Kosten: ca. 20,- EUR inkl. Material.
Wieviele Varianten sind möglich bei Frost? Anzahl: 1 (Rutschgefahr/G latteis).
Vorhersehbar? Ja (Wetterbericht).

Onlineshop absichern gegen Cyberattacke - Kosten pro Einsatz: ca. 200,- bis 20.000,- EUR.
Wieviele Varianten sind möglich? Anzahl: mind. 65.535*n Möglichkeiten
Vorhersehbar? Jein (dass es passieren wird: Ja; in welcher Variante: Nein)

Auch vorhersehbar:
Hacker werden Schadprogramme auf den Shops platzieren und anschließend über Strohmänner Schadenersatz einfordern. Also völliger Nonsens das Ganze und nur zum Schaden der kleinen Seitenbetreiber , welche wieder mit unverhältnismäß igen Kosten beladen werden sollen.

MfG
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Jeske
2015-01-08 19:49 | #7
Ich schicke einem Kumpel einen Link und den sein AV-Programm "findet" einen Virus. Ich checke meinen PC - nichts. Ich benutze verschiedene Programme, auch extra von Stick über Linux-System zu starten, um auszuschließen, daß die AV-SW von intelligenter Schadsoftware ausgetrickst wird, opfere Tage der Suche und finde ... nichts. Bei dem Forum auf der Seite, die ich ihm per Link gesandt hatte, die tausende Mitgleider hat, hat nicht ein einziger irgendwas von Virenbefall bemerkt ... nur das dämliche Programm von meinem Kumpel. Und dann dürfte der ab dieses Jahr auf Schadenersatz klagen? Niemand findet etwas, niemand hat etwas, nur er? Wen darf ich verklagen, wenn ich stunden- oder gar tagelanfg nach angeblichen Viren suche? Die Firma, die das Programm herstellt?
Ach ja, wer bezahlt eigentlich meinen Mindestlohn, wenn ich als Kleinselbständi ger nur noch hirnlosen bürokratischen Kram für einen asozialen Staat erledigen darf? Produktiv arbeiten kann ich schon lange kaum noch ...
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Dührkop
2014-12-21 20:19 | #6
Jemand der keine Ahnung vom Internet hat will den onlinehändlern erklären wie sicher der shop zu sein hat. Wenn es nicht si traurig wäre, würde ich mich totlachen.
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Günter Mölck-Schmidt
2014-12-20 10:57 | #5
Zitat U. Tisler : " und es werden sicher eine Menge Kleinunternehme r vom Markt verschwinden. "
Wenn es einen Sinn dieser Aussagen von dem " Innenminister " gibt, dann ist es dieser.
Lobbyismus ist eben das Geschäft dieser Regierung.
Und dann ausgerechnet der Innenminister.
Die verpflichten Softwarefirmen Lücken in die Programme zu programmieren und nutzen diese dann für ihre Schnüffelei ( Bundestrojaner etc. ) und der kleine Shopbetreiber soll dafür verantwortlich sein.
Bin ich dann auch dafür zuständig, daß mein Betriebssystem auf meinem PC ( Windoof oder so ) sicher ist?
Lächerlich.
GMS
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Sockefeld
2014-12-20 09:19 | #4
Der einzige Standard, den man hier haben könnte, wäre eine SSL-Verschlüsse lung und da gibt es schon so viele "Zertifikatsqua litäten", dass sich kaum noch einer auskennt.
Alles andere ist Unsinn und schadet der Wirtschaft, vor allem den Kleinunternehme rn, aber die will man ja loswerden, richtig?!
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Harry
2014-12-20 06:21 | #3
Typisch Politiker! Schon immer konnte ein Kunde den betreiber eines SHops haftbar machen, falls dieser fahrlässig seine Pflichten verletzte und es so zu einer Infektion mit einem Trojaner oder ähnlichem kam. Dafür bedarf es keinerlei neuen Gesetze.

Und natürlich verteuert dies die Waren und Dienstleistunge n für die Kunden. Denn Shopbetreiber entstehen neue und höhere Kosten, die sich auf die Preise auswirken.

Und man sollte eines nie vergessen: All diese Regulierungen und Gesetze werden - unweigerlich - dazu benutzt werden, die Freiheit weiter einzuschränken. Glücklicherweis e können Shops im Internet weit einfacher ins sichere Ausland verlegt werden, als dies bei einem physischen Geschäft der Fall ist.
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U.Tisler
2014-12-19 08:02 | #2
da werkelt wieder einmal ein völlig ahnungsloser Politiker und eröffnet der Anwaltslobby neue Einkommensquell en. Kaum jemand wird seinen Shop "dicht" halten können, wenn Hacker es ernsthaft darauf anlegen den Shop als Virenschleuder zu benutzen. Das schafft bekanntermaßen nicht einmal die Bundesregierung , Stichwort u.a. NSA........oder die Telekom und viele andere Großunternehmen . Aber der Shopbetreiber, der muss das können. Was für ein Blödsinn, nur um sich wieder einmal ins Rampenlicht zu stellen.

Es wird massenhaft Abmahnungen geben wegen angeblicher Sicherheitslück en, Schadenersatzfo rderungen werden Shopbetreiber in den Ruin treiben und es werden sicher eine Menge Kleinunternehme r vom Markt verschwinden. Das ist wirtschaftliche r Fortschritt.... .........angest oßen von einem Minister, der kaum Kenntnisse von seinem jeweiligen Arbeitsplatz hat. Schon alles vergessen, Herr de Maizière?
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Ennatz1902
2014-12-19 07:36 | #1
Das Problem was ich darin sehe ist, das damit viele kleine Shopbetreiber die Kosten nicht stemmen können und deshalb aufhören müssten. Es stellt sich auch die Frage wie es überprüft werden soll.
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