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Eine EHI-Studie zeigt, dass kleinere Onlinehändler kaum am Gesamtumsatz beteiligt sind. Die Top Ten um Amazon schaffen rund 40 Prozent des Umsatzes.
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EHI-Studie: Online-Händler setzen auf Marktplätze
| Kategorie: Studien

Die Deutschen legen eine positive Zahlungsmoral an den Tag. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) hervor.

Rechnung bezahlen
© sebra / shutterstock.com

Das positive Zahlungsverhalten zu Beginn des Jahres konnte bis jetzt beibehalten werden. Zu diesem Ergebnis kommt aktuell der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU). Dieser hat für eine Untersuchung 560 seiner Mitgliedsfirmen befragt. 66 Prozent gaben an, dass sich die Zahlungsmoral auf einem ähnlich guten Level wie Anfang 2017 befindet. 23 Prozent sehen sogar eine Verbesserung. Grund für diesen Trend ist ein Zusammenspiel aus „guter Konjunktur, geringer Arbeitslosigkeit und einem investitionsfreundlichen Finanzierungklima“, wie der BDIU weiß.

Zusätzlich gingen auch die Unternehmensinsolvenzen zurück. Die Inkassounternehmen rechnen bis Ende des Jahres mit rund 20.500 Verfahren. Setzt sich dieser Trend weiter fort, könnte schon im nächsten Jahr die 20.000er-Marke erreicht werden. Dieser Wert würde der niedrigste seit 1994 darstellen.

Politik muss ein stabiles Umfeld schaffen

Die Rechnungstreue ist seit dem Jahr 2010 auf einem konstant hohen Level. Auch für 2018 rechnen 77 Prozent der befragten Inkassounternehmen mit einer guten Zahlungsmoral. „Voraussetzung dafür sind allerdings wirtschaftliche und politische Stabilität“, erklärt BDIU-Präsidentin Kirsten Pedd. „Wir hoffen, dass es den Parteien nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen jetzt schnell gelingt, eine neue Bundesregierung zu bilden. Eine hohe Zahlungsmoral entwickelt sich nur, wenn die Konjunktur stabil läuft und die Politik dafür als zuverlässiger Kompass die Orientierung gibt.“

Online-Handel mit den größten Schwierigkeiten

Trotz des positiven Trends warnt Pedd vor zuviel Optimismus: „Liquiditätsengpässe durch Zahlungsverzögerungen oder gar vollständige Forderungsverluste stellen Unternehmen nach wie vor auf die Probe. Vor allem im Online- und Versandhandel gibt es einige schlechte Kunden, die es darauf anlegen, sich um ihre Zahlungsverpflichtungen herumzudrücken und Gläubiger so zu schädigen.“ In dieser Branche melden 55 Prozent der Unternehmen, dass sie Probleme mit zahlungsunwilligen Kunden haben. Danach folgen die Energieversorger (50 Prozent), das Handwerk (44 Prozent) und Betreiber von Fitnessstudios (44 Prozent).

Umfrage BDIU
© Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU)

Für unbezahlte Rechnungen in Unternehmen sorgen am meisten vorübergehende Liquiditätsengpässe. 67 Prozent der Inkassofirmen gaben dies als Grund an. Auf dem zweiten Platz (52 Prozent) folgen schon die Zahlungsausfälle bei der Kundschaft. Nichtsdestotrotz erwarten die Experten auch für das kommende Jahr eine positive Zahlungsmoral im Land.

Geschrieben von Corinna Flemming
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