Der frühe Vogel

Media Markt und Saturn: Gutes Weihnachtsquartal dank Online-Shop

Veröffentlicht: 10.02.2021 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 10.02.2021
Saturn-Filiale

Ceconomy konnte trotz des Shutdowns ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft verbuchen: Die Media-Markt- und Saturn-Mutter konnte ihre Umsätze zwischen Oktober und Dezember um 9,4 Prozent auf fast 7,5 Milliarden Euro steigern, berichtet Heise Online. Grund für das Wachstum seien „der florierende Online-Shop und erfolgreiche Marketingaktionen rund um den Black Friday“, heißt es weiter.

Das Online-Geschäft war der wichtigste Wachstumsträger: Rund 30 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftete Ceconomy über den E-Commerce – also 2,3 Milliarden Euro. Damit hatte sich der Umsatzanteil des Online-Kanals verdoppelt. Der Konzern verzeichnete drei Millionen Neukunden im Netz und konnte so auch die Umsatzeinbußen durch die coronabedingten Ladenschließungen mehr als ausgleichen. 

Die Entwicklung des Gewinns stellte sich etwas schwieriger dar: Zwar stieg das um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 19,4 Prozent, der Nettogewinn sank allerdings um 9,8 Prozent auf 153 Millionen Euro. Das liege am verstärkten Online-Verkauf, der zu höheren Lieferkosten und damit einer sinkenden Bruttomarge geführt habe. 

Die anhaltenden Marktschließungen im Rahmen der Coronakrise bezeichnete Ceconomy-Konzernchef Bernhard Düttmann als „eine große Herausforderung“. Er dringe deshalb auf einen klaren Fahrplan der Politik für Ladenöffnungen. Damit die Innenstädte nicht nach dem Shutdown wieder überlaufen werden, schlug Düttmann selbst gestaffelte Öffnungszeiten für verschiedene Altersgruppen vor – wichtig sei dabei allerdings, dass dieses Konzept für alle Handelsformen einheitlich gelte. 

Shopify integriert Shop Pay in Facebook

Shopify hat seine Zahlungsoption Shop Pay auf Facebook und Instagram ausgeweitet und bietet das Tool damit erstmals außerhalb seiner eigenen Plattform an. Zunächst steht das Tool Händlern in den USA zur Verfügung, berichtet t3n, und werde erst bei Instagram und dann bei Facebook integriert. 

Bei Facebook Pay soll Shop Pay dann als neue Zahlungsoption angezeigt werden. Kunden müssen ihre Daten dann nicht erneut eingeben, um einen Kauf zu tätigen, sondern können den Kauf direkt innerhalb von Facebook abschließen. Das soll die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabbruchs senken.

„Kaufhaus Österreich“: Regierungs-Alternative zu Amazon floppt

Mit dem „Kaufhaus Österreich“ wollte die österreichische Regierung Verbraucher zu landeseigenen Web-Shops leiten, damit sie weniger bei ausländischen Konzernen einkaufen. Das erst zum Cyber Monday 2020 gestartete Portal floppte aber phänomenal und wird bereits wieder eingestellt, wie Heise Online berichtet: Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort dürfe keinen kommerziellen Marktplatz betreiben, die Wirtschaftskammer sei gar nicht daran interessiert, den Betrieb zu übernehmen.

Ohnehin sei das Kaufhaus Österreich für Verbraucher kaum nutzbar gewesen: Produkte habe man dort nicht gefunden, Suchergebnisse „gerieten zur dadaistischen Experimentalkunst“. Nicht selten habe es sich um Esoterik-Angebote, Amazon-Shops oder ausländische Konzerne gehandelt, die kein österreichisches Produkt anbieten. 

Die zuständige Ministerin Margarete Schramböck bereue das Projekt aber nicht. Wichtig sei gewesen, die Diskussion über die Notwendigkeit von E-Commerce für die österreichischen Händler in Gang zu setzen, sagte sie.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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