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Soziales Engagement im E-Commerce: So können Händler Gutes tun

Veröffentlicht: 08.03.2013 | Autor: Ariane Nölte | Letzte Aktualisierung: 13.06.2013

„Tu Gutes und rede darüber“ soll der deutsche Politiker Walter Fisch einst gesagt haben. Über eigenes soziales Engagement zu reden, kann viele Gründe haben: Auf Probleme aufmerksam machen und Andere zum helfen anzuregen, sind sicher zwei der Wichtigsten. Seinen Online-Shop dadurch erfolgreicher zu machen, kann gleichzeitig ein netter Nebeneffekt sein.

Kunden wollen soziales Engagement

76 % der Verbraucher sind bereit Produkte von Firmen, die aktives soziales Engagement zeigen, zu kaufen und das Unternehmen weiterzuempfehlen. Außerdem würden 44 % nicht bei Anbietern einkaufen, die einen wohltätigen Zweck nicht unterstützen und diesen sogar öffentlich kritisieren.

Das besagt die internationale goodpurpose®-Studie, mit der die PR-Firma Edelman seit 2008 jährlich die Einstellungen von Verbrauchen gegenüber sozialen Zwecken, einschließlich ihres Einsatzes zu konkreten gesellschaftlichen Themen und ihren Erwartungen an Marken und Unternehmen, untersucht.

Die goodpurpose®-Studie von 2012 zeigt auch, dass das Bewusstsein für das Thema soziales Engagement in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Die Bereitschaft, Anbieter aufgrund ihrer Wohltätigkeit weiterzuempfehlen, ist in in dem untersuchten Zeitraum um 39 % gestiegen.

„Ethischer Konsum und Corporate Social Responsibility werden in der öffentlichen Wahrnehmung immer wichtiger“, meint auch das Spenden-StartUp boost und fügt hinzu: „Für immer mehr Menschen wird die Abwägung der sozialen Folgen zu einem essenziellen Teil der Kaufentscheidung“.

Was passt zu mir und meinem Shop?

Für soziales Engagement im E-Commerce gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist hierbei immer die Frage, welche Projekte unterstützt werden sollen. Soziales Engagement bietet sich dann besonders an, wenn dem Unternehmer eine bestimmte Sache am Herzen liegt. Wenn das Projekt darüber hinaus passend zum Shop ausgewählt wird, entspricht es nicht nur den eigenen Interessen, sondern wahrscheinlich auch denen der Kundschaft.

Sie lieben Bücher und betreiben einen Online-Shop für Bücher? Dann bietet es sich an, Sachspenden beispielsweise an Kindergärten oder Gefängnisse zu geben. Wer individuelle Tiernahrung vertreibt, könnte als soziales Engagement Futter an Tierheime spenden.

Den User entscheiden lassen

Wer sich nicht für ein Projekt entscheiden will, kann auch den Usern die Wahl lassen. Dadurch können sich Kunden für eine gute Sache einsetzen, die ihnen persönlich am Herzen liegt. Das gemeinnützige StartUp boost bietet beispielsweise ein Programm an, das ein solches soziales Engagement ermöglicht. Bei jedem Einkauf in einem teilnehmenden Shop wird ein Bruchteil des Verkaufspreises an eine Partner-Organisation nach Wahl des Käufers gespendet.

Einen anderen Weg wählt Pixum. Der Kölner Anbieter für Fotoprodukte postete in Hinblick auf die Karnevalssaison, bei Facebook kürzlich ein Bild vom Chef mit einer Mitarbeiterin, die ein Plakat in den Händen hält auf dem sinngemäß steht: Der Chef mag Karneval nicht, doch wenn wir für dieses Bild 100 Tsd Likes kriegen, bekommt die ganze Firma an Rosenmontag frei.

Knapp vier Stunden später war der Höhepunkt der Karnevalszeit für die Pixum-Mitarbeiter gesichert. Als Dankeschön werden 1000 Euro für die ersten 100.000 Likes und ein halber Cent für jeden Weiteren gespendet. An wen? Dafür sollen die User nun Vorschläge in den Kommentaren machen. Auf diese Weise kann nicht nur einem guten Zweck geholfen werden, es konnten auch gleichzeitig die Facebook-Fans mobilisiert werden.

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